Die Freien Bäcker e.V.

wurde 2011 als unabhängige Berufsorganisation handwerklich arbeitender BäckerInnen und KonditorInnen in Hannover gegründet.

Die Beweggründe, mit denen wir BäckerInnen und KonditorInnen aus Deutschland, Österreich, Polen und Norditalien uns gemeinsam engagieren, unterscheiden unseren Zusammenschluss von klassischen Berufsorganisationen.

Vorstand und Geschäftsstelle


Geschäftsführer

Peter Plaumann, Dipl. Des., Barsinghausen


Vorstandsvorsitzende

Anke Kähler, Bäckermeisterin, Barsinghausen


2. Vorstand

André Heuck, Bäckermeister, Bobingen


Weitere Vorstände

  • Cord Buck, Langenhagen
  • Jürgen Fink, Steinau an der Straße
  • Jörg Meffert-Schauf, Lemgo
  • Johannes Dackweiler, Düsseldorf

Unsere Hauptmotive sind

  • Unsere Souveränität und Glaubwürdigkeit als LebensmittelhandwerkerInnen zu bewahren.
  • Unser Handwerk ‚enkeltauglich‘ und als schöpferische, sinnstiftende Kulturtechnik zu betreiben. ‚Enkeltauglich‘ bedeutet unter anderem, mit unseren Betrieben in regionalen Wertschätzungsketten zu einem ökologisch und sozial gerechten Wandel der Land- und Lebensmittelwirtschaft beitragen zu können.

    Unser Verein steht allen Kollegen und Kolleginnen offen, die sich aktiv für unser Handwerk engagieren möchten. Die Unterschiedlichkeit der Mitglieder und Betriebe bereichert den Verein.

    Die Unterzeile des Vereinsnamens – Zeit für Verantwortungnimmt Bezug auf den wirtschafts-ethischen Leitbegriff des „Ehrbaren Handwerks“. Ganz konkret gehört für uns dazu:

    • Unser Wissen und unsere Handfertigkeiten so zu entwickeln, dass wir - der jeweiligen betrieblichen Situation entsprechend - jetzt oder in Zukunft in der Lage sind, aus regional und agrarökologisch erzeugten Rohstoffen, Lebens-Mittel für die Region herzustellen. Dies schließt ein, auf externe Inputs zu verzichten.
    • Uns dem Gemeinwohl und einer sozialen und fairen Unternehmenskultur zu verpflichten.

    Externe Inputs, im Sinne des Die Freien Bäcker e.V. sind:

    1. Convenience Produkte (Backvormischungen oder industriell gefertigte Teiglinge) und isolierte Zusatzstoffe, wie etwa technische Enzyme oder Emulgatoren, die den Herstellungsprozess deutlich vereinfachen, zeitlich verkürzen und die Gebäckeigenschaften verändern.
    2. Technik - die nicht als Werkzeug zur Erleichterung der Tätigkeit und Unterstützung der Handfertigkeiten dient, sondern handwerkliche Arbeit verdrängt. Die den Hersteller dazu zwingt, den Rohstoff an die Maschine anzupassen, statt die Herstellungsweise an die Rohstoffeigenschaften.

    Aktivitäten

    Die Arbeit der Organisation gründet sich auf sieben unterschiedliche Bereiche:

    I. Fachpraktische Veranstaltungen, beispielsweise zu Themen wie:

    • Erhalt und Weiterentwicklung handwerklicher Herstellungsverfahren, z.B. die Herstellung von Backwaren ohne technische (exogene) Enzyme.
    • Herstellung von Brot und Backwaren aus alten, regional angepassten Getreidesorten und biologisch gezüchteten Sorten.
    • Vergleich des Einflusses verschiedener Mahlverfahren auf die Verarbeitungs- und Gebäckqualitäten einzelner Getreidearten
    • Grundwasserschutz, Weizenanbau und Qualitätsanforderungen des Backhandwerks

    II. Fachlicher Austausch der Mitglieder auf Veranstaltungen des Vereins oder direkt zwischen einzelnen Betrieben


    III. Gemeinsame öffentliche Auftritte (mit oder ohne Backtisch und Ofen), beispielsweise bei:

    • Kirchentagen, der Slow Food Messe und der Südback oder der Schnippel Disco von Slow Food Youth slowfoodyouth.de im Rahmen der Wir-haben-es-satt Demo in Berlin, …

    IV. Entwicklung und Umsetzung neuer Veranstaltungsformate um unser Handwerk und seine Bedeutung öffentlich vorzustellen, wie das ‚Bäckerfest der Vielfalt‘, die ‚BrotZeit‘ in der Markthalle Neun in Berlin-Kreuzberg oder neue, lokale  Veranstaltungsformate in 2019

    V. Beteiligung an verschiedenen zivilgesellschaftlichen Netzwerken die zu Zusammenhängen unserer Wertschöpfungskette arbeiten, z.B. an ‚Meine Landwirtschaft‘, einem breiten, gesellschaftlichen Zusammenschluss von 50 Organisationen www.meine-landwirtschaft.de  oder an der Initiative ‚Konzernmacht beschränken‘.

    VI. Organisation und Durchführung gemeinsamer Aktionen, wie beispielsweise die Aktion  ‚SAAT GUT BROT – für mehr Vielfalt auf dem Acker und dem Teller‘, zur Unterstützung der biologischen Pflanzenzüchtung und des Erhalts und der Entwicklung fruchtbarer Kulturpflanzen.

    VII. Politische Lobbyarbeit zur Verfolgung der Ziele des Vereins, etwa zu Themen wie: Bürokratieabbau, Schaffung von fairen Rahmenbedingungen für Handwerksbetriebe, …

    Unser Verein steht allen Kollegen und Kolleginnen offen, die sich aktiv für unser Handwerk engagieren möchten.
    Die Unterschiedlichkeit der Mitglieder und Betriebe bereichert den Verein.