Die Aktion BODEN-BROT geht an den Start

Siehe Video unten!

Weitere Informationen unter BODENBROT auf dieser Seite!


Zeitgleich mit den ‚Wir-haben-es-satt!‘ Protestaktionen https://www.wir-haben-es-satt.de/ für eine Agrar- und Ernährungswende geht heute, am 16. Januar die Aktion BODEN-BROT an den Start. Die Pandemie zeigt uns noch deutlicher, wie wichtig eine bäuerliche, nachhaltige Landwirtschaft und das regionale Lebensmittelhandwerk sind. Grundlage für eine wertvolle, verlässliche Zusammenarbeit von Bäuerinnen, Bauern, Müller*innen und Bäcker*innen ist die Fruchtbarkeit des Bodens. Informationen zum Hintergrund und Ziel der Aktion sind hier auf unserer Webpage BODENBROT zu finden.

Zum Auftakt hier ein Video vom Hofgut Oberfeld https://www.landwirtschaft-oberfeld.de/ Die Bäckerei des Landwirtschaftsbetriebes in Bürgerhand nimmt an der Aktion vom 16.01. – 27.02.2021 teil.

Das sagt Dr. Kathrin Goebel vom Hofgut zu ihrem BODEN-BROT:

Schon lange bevor bei uns Bäcker oder Bäckerin das Mehl in die Teigschüssel schütten, ist viel geschehen, was die Qualität des fertigen Brotes bestimmt. Beim Saatgut fängt es an – und auch der Boden wird über Jahre vorbereitet, damit bestes Korn geerntet werden kann.

Auf rund 45 Hektar Ackerland bauen wir Backgetreide an: Roggen, Weizen und Dinkel. Unsere Fruchtfolge bewirkt, dass auf einem Feld nur alle acht Jahre das gleiche Getreide steht. Dazwischen bauen wir jeweils über mehrere Jahre die Fruchtbarkeit des Bodens auf. Mit Klee-Luzernegras – als Futter für unsere Kühe und die Bodenlebewesen – wird der Boden mehrere Meter tief durchwurzelt. In die zurückgelassenen Wurzelgänge ziehen Regenwürmer ein, helfen beim Humusaufbau, außerdem verbessert sich so die Fähigkeit unserer Böden, Wasser aufzunehmen.

Mit Hilfe der vier Elemente wird das gereinigte und gemahlene Getreide schließlich zu Brot und Brötchen verarbeitet: Zusammen mit Wasser und Salz gärt der Teig – schließt also Luft in sich ein – und wird schließlich in der Hitze des Feuers zum leckeren Holzofenbrot. Das Holzfeuer erwärmt den Ofen auf über 300 °C. Viermal hintereinander kann er beschickt werden. Unsere Kunst besteht im richtigen Umgang mit dem Getreide, dessen Qualität sich schon durch die Witterung von Jahr zu Jahr unterscheidet. Sie umfasst die „Teigführung“ über mehrere Stufen – denn bei uns darf der Teig über lange Zeit aufgehen und reifen. Auf diese Weise wird das Brot bekömmlich und besonders aromatisch. Und das eben nicht nur für uns, sondern davor schon für das Bodenleben!

https://www.landwirtschaft-oberfeld.de/getreide-brot.html