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 <rss version="2.0" xmlns:content="http://purl.org/rss/1.0/modules/content/" xmlns:atom="http://www.w3.org/2005/Atom"> <channel> <title>Die Freien Bäcker - Zeit für Verantwortung e.V.</title> <link>https://www.die-freien-baecker.de</link> <description></description> <language>de-de</language> <copyright>Die Freien Bäcker - Zeit für Verantwortung e.V.</copyright> <pubDate>Thu, 21 May 2026 01:54:19 +0200</pubDate> <lastBuildDate>Thu, 21 May 2026 01:54:19 +0200</lastBuildDate> <atom:link href="https://www.die-freien-baecker.de/blog/detail/feed.rss" rel="self" type="application/rss+xml" /> <generator></generator> <item> <guid isPermaLink="false">news-210</guid> <pubDate>Wed, 20 May 2026 23:41:00 +0200</pubDate> <title>Von der Backstube ins EU-Parlament: Was wir Dr. Katarina Barley mitgegeben haben</title> <link>https://www.die-freien-baecker.de/blog/detail/von-der-backstube-ins-eu-parlament-was-wir-dr-katarina-barley-mitgegeben-haben/</link> <description>Zum diesjährigen Tag des Deutschen Brotes wurde Dr. Katarina Barley, Vizepräsidentin des Europäischen Parlaments, zur Brotbotschafterin 2026 ernannt. Am 16. Mai hat sie die Köhlers Vollkornbäckerei in Würzburg besucht. Im Gespräch ging es um regionale Wertschöpfung, Bürokratie, Energiekosten, die Nachfolge im Handwerk – und um die geplante EU-Deregulierung der Gentechnik. Im Gepäck für die Rückreise: unser Positionspapier.</description> <enclosure url="https://www.die-freien-baecker.de/fileadmin/_processed_/3/1/csm_IMG_2706_566aa4f76c.jpg" length="335729" type="image/jpeg" /> <content:encoded><![CDATA[<p>Es gibt Tage, an denen die Politik nicht nach Brüssel reisen muss – sie kommt zu uns. Dr. Katarina Barley, frisch ernannte Brotbotschafterin 2026 und Vizepräsidentin des Europäischen Parlaments, trägt nicht nur Getreide im Namen (engl.&nbsp;<em>barley</em>&nbsp;= Gerste), sondern auch im Herzen – besonders schätzt sie gehaltvolle Körner- und Vollkornbrote. Am Samstag, den&nbsp;16. Mai 2026&nbsp;hat sie Ernst Köhler und seinen Geschäftsführer und Brotsommelier Hans Wegener in Köhlers Vollkornbäckerei in Würzburgs Innenstadtfiliale „Alte Mainbrücke&quot; besucht.</p> <p>Würzburg war an diesem Wochenende durch die Katholikentage ohnehin voll, die&nbsp;Filiale entsprechend gut besucht. Viele Kundinnen und Kunden erkannten Frau Dr. Barley sofort, es gab Gespräche, Fotos, ein freundliches Hin und Her zwischen Theke und Tresen. Nach der Begrüßung fanden wir Zeit für ein ruhiges Gespräch.&nbsp;</p> <p>Die Themen lagen schnell auf dem Tisch, und sie sind es, die uns als Handwerksbetriebe tagtäglich beschäftigen:</p><div class="list"><ul> <li><strong>Regionale Wertschöpfung</strong>&nbsp;und die Frage, wie lokale Wirtschaftskreisläufe Ausbildungs- und Arbeitsplätze in unseren Regionen sichern.</li> <li><strong>Bürokratieabbau</strong>&nbsp;für kleine und mittelständische Betriebe – konkret etwa die umfangreichen monatlichen Erhebungen des Landesamtes für Statistik, die seit Jahren Zeit und Geld kosten.</li> <li><strong>Energiekosten</strong>&nbsp;im besonders energieintensiven Bäckerhandwerk. Frau Dr. Barley zeigte Verständnis dafür, dass für viele Handwerksbetriebe schwer nachvollziehbar ist, warum vor allem große Industriebetriebe von Entlastungsprogrammen profitieren sollen.</li> <li>Die&nbsp;<strong>Nachfolgeproblematik</strong>&nbsp;und ihre Folgen für die Vielfalt des deutschen Bäckermarkts – zu der auch Frau Dr. Barley Beispiele aus ihrer Heimatregion beitrug.</li> <li>Und schließlich: die aktuellen&nbsp;<strong>Pläne der EU zur Deregulierung der Gentechnik</strong>.</li> </ul></div><p>So unterschiedlich diese Punkte wirken – sie hängen zusammen. Im Bäckerhandwerk ist die Zahl der abgeschlossenen Ausbildungsverhältnisse in rund 20 Jahren um&nbsp;<strong>mehr als 75 Prozent</strong>&nbsp;zurückgegangen, in handwerksnahen Branchen sind teils bis zu&nbsp;<strong>60 Prozent der Betriebe</strong>&nbsp;verschwunden. Das ist kein Naturereignis, sondern Ergebnis politischer Weichenstellungen. Genau deshalb haben wir Frau Dr. Barley unser Positionspapier in dreifacher Ausfertigung mitgegeben.</p> <h4>Was im Positionspapier steht</h4> <p>Unter dem Titel&nbsp;<strong>„Lebensmittelhandwerk stärken, Vorsorgeprinzip sichern – Faire Marktbedingungen, volle Transparenz und das Recht auf gentechnikfreies Handwerk&quot;</strong>&nbsp;bündelt das Papier Forderungen an Bundestag, Bundesregierung und EU-Institutionen. Es verbindet die Perspektive der Freien Bäcker:innen mit wissenschaftlich fundierten Analysen zum Strukturwandel und zur aktuell geplanten Gentechnikpolitik – und zeigt auf, welche ordnungspolitischen Reformen jetzt nötig sind: von einer schärferen Wettbewerbsaufsicht über KMU- und Handwerksklauseln in der Gesetzgebung bis zum rechtlich geschützten Begriff „handwerkliche Bäckerei&quot;.</p><blockquote><p><strong>„Wer vorsorgeorientiert, regional verankert und handwerklich produziert, darf nicht dafür bestraft werden, dass regulatorische Lücken Transparenz und Wahlfreiheit aushöhlen.&quot;</strong></p></blockquote><h4>Vorsorgeprinzip statt Augen-zu-und-durch</h4> <p>Das längste Gespräch drehte sich um ein Thema, das uns hier im Blog seit Monaten begleitet: die geplante Deregulierung Neuer Gentechnischer Verfahren (NGT) auf EU-Ebene. Wir haben Frau Dr. Barley deutlich gemacht, was sie für unser Handwerk bedeutet – Verlust von Transparenz gegenüber unseren Kundinnen und Kunden, gefährdete gentechnikfreie Wertschöpfungsketten, Rechtsunsicherheit von Acker bis Backstube.</p> <p>Das Positionspapier formuliert es so:</p><blockquote><p>„Die aktuellen Initiativen zur Deregulierung sogenannter Neuer Gentechnik in der Europäischen Union drohen, grundlegende Prinzipien der europäischen Lebensmittelpolitik abzuschaffen: insbesondere das Vorsorgeprinzip, umfassende Produktsicherheit, Prozess- und Produkttransparenz sowie die Sicherung echter Wahlfreiheit.&quot;</p></blockquote><p>Frau Dr. Barley hat zum Kommissionsvorschlag klar Stellung bezogen und ihre kritische Haltung formuliert. Gleichzeitig machte sie deutlich, dass sie die Chancen, das Vorhaben vollständig zu stoppen, derzeit eher gering einschätzt. Umso wichtiger sind die im Papier ausformulierten Auffanglinien – etwa eine&nbsp;<strong>Direktklage Deutschlands gemeinsam mit anderen Mitgliedstaaten</strong>, ein verbindlicher&nbsp;<strong>Haftungsfonds</strong>, in den NGT-Nutzende einzahlen, sowie&nbsp;<strong>lückenlose Kennzeichnung und Rückverfolgbarkeit</strong>.</p> <h4>Jetzt lesen, weiterleiten, ernst nehmen.</h4> <p>Das Papier richtet sich nicht nur an Frau Dr. Barley, sondern ausdrücklich auch an Bundestag, Bundesregierung und die Institutionen der Europäischen Union. Wenn Sie unsere Position teilen: leiten Sie es weiter – an Kolleginnen und Kollegen, an Abgeordnete in Ihrem Wahlkreis, an alle, die regionales Handwerk und gentechnikfreie Lebensmittel ernst meinen.</p> <p>Wir sagen Frau Dr. Barley herzlichen Dank für den Besuch, das offene Gespräch und das Versprechen, unsere Anliegen mit nach Brüssel und Straßburg zu nehmen.</p>]]></content:encoded> <category>Blog</category> <enclosure url="https://www.die-freien-baecker.de/fileadmin/user_upload/bilder/content/IMG_2706.JPG" length="335729" type="image/jpeg"/> </item> <item> <guid isPermaLink="false">news-211</guid> <pubDate>Mon, 04 May 2026 00:58:00 +0200</pubDate> <title>Der Verein Die Freien Bäcker e.V. stellt sich neu auf</title> <link>https://www.die-freien-baecker.de/blog/detail/frische-koepfe-klare-linie-der-verein-stellt-sich-neu-auf/</link> <description>Frischer Vorstand, neue Geschäftsführung, klare Vorhaben: 15 Jahre nach seiner Gründung stellt sich der Die Freien Bäcker e.V. neu auf – und nimmt sich vor, das Backhandwerk konsequent in die Zukunft zu führen.</description> <enclosure url="https://www.die-freien-baecker.de/fileadmin/_processed_/9/2/csm_neuer_Vorstand_55f233f4be.png" length="527959" type="image/png" /> <content:encoded><![CDATA[<p>15 Jahre Die Freien Bäcker – das ist eine Strecke, auf der vieles entstanden ist: Netzwerke, Positionen, ein Gütesiegel, Forschungsprojekte, viele Gespräche und ambitionierte&nbsp;Auseinandersetzungen mit der ganz großen Politik. Damit der Verein auch in den nächsten Jahren trägt, hat die Frühjahrstagung im März in Würzburg einen neuen Vorstand gewählt.</p> <p>Den Vorsitz übernimmt&nbsp;<strong>Nico Scheller</strong>, preisgekrönter Lokalbäcker und Gründer der Brotzeit in Oberhaching. Mit seinem jungen Team steht er für handwerklich hergestellte Backwaren aus regionalen, ökologisch erzeugten Zutaten. An seiner Seite als zweite Vorständin:&nbsp;<strong>Marlene Panten</strong>&nbsp;-&nbsp;einst über das Junge Netzwerk in den erweiterten Vorstand gekommen, heute Bäckermeisterin und seit Jahren eine der engagiertesten Stimmen für eine bessere Berufsausbildung im Handwerk.</p> <p>In den erweiterten Vorstand wurden gewählt:</p><div class="list"><ul> <li><strong>Anja Rackette</strong>, Quereinsteigerin und Inhaberin der Herzensbäckerei in Meißen, die unter dem Motto „mit Liebe Handgemacht&quot; gerade eine zweite Filiale eröffnet.</li> <li><strong>Heinrich Beck</strong>, Inhaber der Bäckerei Konditorei BeckaBeck in Römerstein, kurz zuvor mit dem Siegel „Persönlichkeit im Handwerk&quot; der baden-württembergischen Handwerkskammern ausgezeichnet.</li> <li><strong>Jörg Meffert</strong>, Mitinhaber der lippischen Vollkorn- und Bio-Bäckerei Meffert in Lemgo, ein traditionsreiches Familienunternehmen und seit Jahren ein vertrautes Gesicht im erweiterten Vorstand.</li> <li><strong>Michael Betzinger</strong>, Inhaber der familiengeführten Bäckerei in Aholming (Niederbayern), der für Brot aus lokal erzeugtem Getreide steht.</li> </ul></div><h4>Wechsel in der Geschäftsführung</h4> <p>Gemeinsam haben alter und neuer Vorstand auch die Übergabe der Geschäftsführung vorbereitet:&nbsp;Anke Kähler, die den Verein viele Jahre als Vorstandsvorsitzende und Geschäftsführerin geprägt hat, übergibt an die Berliner Umweltingenieurin Anne Skambraks -&nbsp;Gründerin einer Bio-Food-Coop, zuletzt Kampagnenleiterin beim Deutschen Naturschutzring und backbegeistert.</p> <p>Anke Kähler bleibt dem Verein&nbsp;eng verbunden und wechselt in die Geschäftsführung der&nbsp;<strong>Atelier Ernährungswende gUG</strong>, der gemeinnützigen Werk- und Denkwerkstatt des Vereins.</p><blockquote><p>„Bei den Freien Bäckern ist viel Bewegung drin. Mit neuen Köpfen im Vorstand wollen wir auch neue Kooperationen ausloten, um das Bäckereihandwerk in die Zukunft zu führen.&quot; —&nbsp;<em>Anne Skambraks</em></p></blockquote><p>Wir freuen uns auf die nächsten Jahre!</p>]]></content:encoded> <category>Blog</category> <enclosure url="https://www.die-freien-baecker.de/fileadmin/user_upload/bilder/content/neuer_Vorstand.png" length="527959" type="image/png"/> </item> <item> <guid isPermaLink="false">news-209</guid> <pubDate>Mon, 09 Feb 2026 01:01:00 +0100</pubDate> <title>Mehr Natur im Brot</title> <link>https://www.die-freien-baecker.de/blog/detail/mehr-natur-im-brot/</link> <description>Gut gelungene, ehrliche Brote und Backwaren begeistern! Auf jeden Fall diejenigen, die wissen, was ein gutes Brot oder Brötchen ausmacht. Dazu gehört auch die Gemeinschaft der Freien BäckerInnen, die sich an dem Forschungsprojekt VORWERTS beteiligt. Seit dem 2. Februar backen und vermarkten acht Bäckereien in Deutschland Brot und Kleingebäck unter dem Motto Mehr Natur im Brot. Sicherlich werden diese Backwaren nicht nur die Bäcker und Bäckerinnen begeistern.</description> <enclosure url="https://www.die-freien-baecker.de/fileadmin/_processed_/8/1/csm_VollkornBecki_d49e8a8cb0.jpg" length="303936" type="image/jpeg" /> <content:encoded><![CDATA[<p>Der in den Gebäcken enthaltene Weizen wurde von den Praxispartnern aus der Landwirtschaft auf ihren Feldern gemischt mit Erbse angebaut. Nach der Ernte der Mischung wurde diese gereinigt und dabei die Erbsen so weit wie möglich, ohne dass dabei ein unwirtschaftlicher Aufwand entsteht, rausgereinigt. Ein geringer Anteil an Brucherbse im Weizen, bis zu 3%, wurde bewusst toleriert und von den beteiligten Mühlen vermahlen.</p> <h3><strong>Warum trägt die Kampagne das Motto: Mehr Natur im Brot?</strong></h3> <p>Backwaren aus Weizen, der zusammen mit Erbsen angebaut wurde, stehen für eine andere Art Landwirtschaft – sie erzählen eine Geschichte von lebendigen Böden, mehr Vielfalt und weniger Umweltbelastung.</p><div class="list"><ol> <li><strong>Klima und Ressourcen: weniger Dünger, besser genutzte Nährstoffe</strong><br /> Erbsen gehören zu den Hülsenfrüchten und können mithilfe von Knöllchenbakterien&nbsp;<strong>Luftstickstoff binden</strong>. Dadurch braucht der Weizen in der Mischkultur weniger mineralischen Stickstoffdünger, was Energie und damit Treibhausgase spart.<br /> In Mischbeständen verteilt sich das Wurzelwerk besser im Boden: Die Pflanzen nutzen&nbsp;<strong>Licht, Wasser und Nährstoffe</strong>&nbsp;effizienter, und der Gesamt-Ertrag aus Weizen plus Erbse kann höher sein als bei reinen Weizen- oder Erbsenfeldern.<br /> &nbsp;</li> <li><strong>Artenvielfalt: mehr Leben über und im Boden</strong><br /> Auf einem Feld mit zwei Kulturarten gibt es&nbsp;<strong>unterschiedliche Wuchshöhen, Blühzeiten und Wurzelformen</strong>&nbsp;– das schafft mehr Nischen für Insekten, Bodenorganismen und Begleitflora als in einer eintönigen Weizenfläche.</li> <li>Die Mischung puffert auch Krankheits- und Schädlingsdruck ab: Krankheiten, die sich in reinen Getreidebeständen „durchziehen“, breiten sich im bunt gemischten Bestand schlechter aus. Das ermöglicht&nbsp;<strong>weniger Pflanzenschutzaufwand</strong>.<br /> &nbsp;</li> <li><strong>Ackerböden und Grundwasser: Schutz statt Auslaugen</strong><br /> Erbsen und Weizen erschließen Nährstoffe in&nbsp;<strong>unterschiedlichen Bodentiefen</strong>. Was die eine Kultur nicht schafft, holt oft die andere – es bleibt weniger überschüssiger Stickstoff im Boden, der später ins Grundwasser ausgewaschen werden könnte.<br /> Durch die bessere Durchwurzelung und mehr organisches Material aus unterschiedlichen Pflanzenresten wird der Boden&nbsp;<strong>krümeliger, speichert mehr Wasser und Nährstoffe</strong>&nbsp;und ist besser gegen Erosion geschützt. Das ist zentral für fruchtbare Böden und sauberes Grundwasser.<br /> &nbsp;</li> <li><strong>Backqualität und Ernährung: besseres Eiweiß, mehr Vielfalt auf dem Teller</strong><br /> Versuche zeigen: Weizen aus Mischkultur mit Erbsen kann gegenüber Weizen aus Reinkultur eine bessere Verarbeitungsqualität haben.&nbsp;Für Brot bedeutet das oft eine bessere Backqualität.&nbsp;&nbsp;<br /> <br /> Gleichzeitig liefert die Erbse&nbsp;<strong>pflanzliches Eiweiß und Ballaststoffe</strong>, die in der Wertschöpfungskette genutzt werden können – sei es als Mehlanteil im Brot oder in anderen Lebensmitteln. So entstehen Backwaren, die aus klimafreundlichem Getreide kommen und&nbsp;<strong>eiweiß- und ballaststoffreicher</strong>&nbsp;sein können.<br /> &nbsp;</li> <li><strong>Bäuerliche Landwirtschaft und regionale Wertschöpfung</strong><br /> Mischkulturen passen besonders gut zu&nbsp;<strong>bäuerlichen Betrieben</strong>, die vielfältige Fruchtfolgen fahren und mit regionalen Mühlen und Bäckereien zusammenarbeiten. Sie breiten das Risiko: Wenn die Erbsen im trockenen Jahr etwas schwächeln, fängt der Weizen&nbsp;einen Teil des Ertragsverlusts auf – und umgekehrt.<br /> <br /> Projekte wie VORWERTS zeigen, dass entlang der ganzen Kette – vom Acker über Reinigung, Trennung und Mühle bis zur Backstube – neue&nbsp;<strong>regionale Produkte</strong>&nbsp;entstehen: Brote aus Weizen-Erbsen-Mischkultur, die bewusst mit dem Hinweis auf Klimaschutz, Bodengesundheit und bäuerliche Strukturen vermarktet werden.</li> </ol></div><p>Für VerbraucherInnen heißt das: Wenn Sie zu Brot aus Weizen-Erbsen-Mischkultur greifen, unterstützen Sie eine Landwirtschaft, die&nbsp;<strong>mit der Natur arbeitet</strong>&nbsp;– mit weniger Dünger, mehr Vielfalt, lebendigeren Böden und besseren Perspektiven für bäuerliche Betriebe, statt auf kurzfristige Höchsterträge in Monokultur zu setzen.</p> <p>Nicht zuletzt wird mit dem VORWERTS Projekt eine Blaupause für transdisziplinäre Praxisforschung im Reallabor<strong>*</strong> geschaffen und es werden konkrete Handlungsempfehlungen zur Verbreitung von Weizen-Körnerleguminosen-Mischkulturen in regionalen Bio-Wertschöpfungsketten geschaffen. Nach Abschluss des Projektes wird ein Handbuch zu den Ergebnissen der WissenschaftlerInnen der Uni Kassel sowie der PraktikerInnen aus der Landwirtschaft und Verarbeitung veröffentlicht.</p><blockquote><p><strong>*</strong> Ein Reallabor ist ein zeitlich und räumlich begrenzter Experimentierraum, in dem neue Technologien, Geschäftsmodelle oder soziale Innovationen unter realen Bedingungen erprobt werden. Forschende arbeiten hierbei eng mit Akteuren aus Praxis, Wirtschaft und Gesellschaft zusammen, um nachhaltige Lösungen für drängende Zukunftsfragen zu entwickeln. &nbsp;</p></blockquote>]]></content:encoded> <category>Blog</category> <enclosure url="https://www.die-freien-baecker.de/fileadmin/user_upload/bilder/content/VollkornBecki.JPG" length="303936" type="image/jpeg"/> </item> <item> <guid isPermaLink="false">news-208</guid> <pubDate>Fri, 16 Jan 2026 12:16:00 +0100</pubDate> <title>Gentechnik gefährdet nicht nur Mensch und Planet. Sie ist einfach unwirtschaftlich!</title> <link>https://www.die-freien-baecker.de/blog/detail/gentechnik-gefaehrdet-nicht-nur-mensch-und-planet-sie-ist-einfach-unwirtschaftlich0/</link> <description>Auf der Grünen Woche präsentieren Anke Kähler zusammen mit der Uni Kassel das Forschungsprojekt VORWERTS und dessen Ergebnisse. In diesem partizipativen Projekt, welches die Unternehmen der Freien Bäcker direkt einbindet, werden sinnvolle Alternativen zu den patentierbaren, widernatürlichen Lösungen der NGT erkundet.</description> <enclosure url="https://www.die-freien-baecker.de/fileadmin/_processed_/7/8/csm_Screenshot_2026-01-16_121453_f71a929b51.png" length="38372" type="image/png" /> <content:encoded><![CDATA[]]></content:encoded> <category>Blog</category> <enclosure url="https://www.die-freien-baecker.de/fileadmin/user_upload/Screenshot_2026-01-16_121453.png" length="38372" type="image/png"/> </item> <item> <guid isPermaLink="false">news-206</guid> <pubDate>Mon, 12 Jan 2026 13:31:00 +0100</pubDate> <title>Forschung für eine nachhaltige Zukunft</title> <link>https://www.die-freien-baecker.de/blog/detail/forschung-fuer-eine-nachhaltige-zukunft/</link> <description>Das Forschungsprojekt VORWERTS präsentiert sich auf der Grünen Woche 2026</description> <enclosure url="https://www.die-freien-baecker.de/fileadmin/_processed_/7/4/csm_GemengeAnbau_56f2088b2b.png" length="3733488" type="image/png" /> <content:encoded><![CDATA[]]></content:encoded> <category>Blog</category> <enclosure url="https://www.die-freien-baecker.de/fileadmin/_processed_/7/4/csm_GemengeAnbau_3acbfed922.png" length="3733488" type="image/png"/> </item> <item> <guid isPermaLink="false">news-205</guid> <pubDate>Sun, 07 Dec 2025 12:20:00 +0100</pubDate> <title>Keine Verunreinigung durch gentechnisch veränderte Rohstoffe in unseren Broten!</title> <link>https://www.die-freien-baecker.de/blog/detail/keine-verunreinigung-durch-gentechnisch-veraenderte-rohstoffe-in-unseren-broten/</link> <description>Im EU-Trilog zu Neuen Gentechnischen Verfahren (NGT) haben sich am 3./4. Dezember Rat, Parlament und Kommission auf eine Einigung verständigt, die eine umfassende Deregulierung im Umgang mit Neuer Gentechnik vorsieht. Jetzt kommt es auf das Europaparlament und die EU-Mitgliedstaaten an, die Anfang 2026 darüber abstimmen, ob der Kompromiss Gesetz werden soll. </description> <enclosure url="https://www.die-freien-baecker.de/fileadmin/_processed_/6/e/csm_Titebild_GMO_c0e627e0c4.jpg" length="2688219" type="image/jpeg" /> <content:encoded><![CDATA[<p>ENGLISCH VERSION BELOW<br /> <br /> Als&nbsp;InhaberInnen und Verantwortliche&nbsp;handwerklicher&nbsp;Bäckereien erwarten wir vom&nbsp;Europäischen&nbsp;Parlament und&nbsp;den&nbsp;EU-Regierungen, dass sie klar Position&nbsp;für den&nbsp;nachhaltigen&nbsp;Schutz&nbsp;von Mensch&nbsp;und Natur beziehen.&nbsp;</p> <p>Wollen Sie als&nbsp;Verbraucherin und Verbraucher künftig bewusst&nbsp;-&nbsp;ohne Kennzeichnung&nbsp;-&nbsp;im Unklaren gelassen werden, welche gentechnisch veränderten Bestandteile in&nbsp;Ihrer Nahrung stecken?&nbsp;Damit&nbsp;würden Sie die Möglichkeit und&nbsp;das Recht auf eine selbstbestimmte Kaufentscheidung&nbsp;verlieren.&nbsp;</p> <p>Wir&nbsp;Bäckerinnen und Bäcker&nbsp;wollen unseren Kundinnen und Kunden weiterhin glaubwürdig zusichern können, was in unseren Broten und Backwaren steckt. Dazu brauchen wir Transparenz und verlässliche Kennzeichnung – keine Aufweichung bestehender Schutzstandards zugunsten gentechnischer Verfahren.&nbsp;</p> <p>Die Politik muss außerdem beantworten, ob sie bereit ist, die in den vergangenen Jahren mühsam aufgebauten, erfolgreich funktionierenden gentechnikfreien Märkte mutwillig zu gefährden:&nbsp;</p><div class="list"><ul> <li>die konventionellen Wertschöpfungsketten, die auf „ohne Gentechnik“ setzen,&nbsp;</li> <li>die ökologischen Märkte, die auf Vertrauen, Herkunft und Transparenz basieren,</li> <li>und nicht zuletzt das regionale Backhandwerk, das mit diesen Qualitätsversprechen arbeitet.&nbsp;</li> </ul></div><p>Für uns Betriebe stellt sich&nbsp;ganz konkret&nbsp;die Frage: Wer trägt künftig die Verantwortung und den Schaden, wenn Rohstoffe durch neue Gentechnikverfahren verunreinigt werden? Wer ersetzt uns den wirtschaftlichen Verlust, wenn wir unsere Qualitätsversprechen gegenüber Kundschaft und Handel nicht mehr einhalten können, weil klare Regeln und Haftungsfragen fehlen?&nbsp;</p> <p>Der vorliegende Gesetzesvorschlag stärkt aus unserer Sicht vor allem die Interessen großer Konzerne. Was fehlt, ist Rechtssicherheit für die gentechnikfrei wirtschaftenden Betriebe entlang der gesamten Wertschöpfungskette – vom&nbsp;Zuchtgarten und&nbsp;Acker bis in die Backstube&nbsp;und das Verkaufsregal. Bestehende Schutzmaßnahmen sollen weitgehend abgeschafft werden, ohne dass gleichwertige Sicherungen für Handwerk, Mittelstand und VerbraucherInnen&nbsp;eingeführt werden.&nbsp;</p> <p>Der Trilog-Beschluss wurde hinter verschlossenen Türen von nicht direkt gewählten Vertreterinnen und Vertretern in Brüssel getroffen – nach dem Motto „Augen zu und durch“. Für uns fühlt sich dies an wie ein politischer Kniefall vor multinationalen Gentechnikkonzernen, die mit Patenten und Marktmacht mittelständische, vielfältige Züchtungsarbeit und handwerkliche Strukturen in Europa verdrängen könnten.&nbsp;</p> <p>Wir sind überzeugt: Weder Bäuerinnen und Bauern noch wir als&nbsp;Bäckerinnen und&nbsp;Bäcker,&nbsp;noch die Verbraucherinnen und Verbraucher in Deutschland und Europa werden diese Entwicklung einfach hinnehmen. Wir fordern das Europäische Parlament und die Bundesregierung auf, Haltung zu zeigen und dem Verordnungsentwurf in dieser Form nicht zuzustimmen – auch um das ohnehin angekratzte Vertrauen der Zivilgesellschaft in die europäischen Institutionen nicht weiter zu beschädigen.&nbsp;</p> <p>Kommt es auf europäischer Ebene dennoch zu einer Zustimmung, werden wir gemeinsam mit anderen Organisationen und Verbänden prüfen lassen, ob diese Verordnung rechtlich angreifbar ist – mit dem Ziel, sie wieder aus der Welt zu schaffen und den Schutz gentechnikfreier Wertschöpfungsketten zu sichern.&nbsp;</p> <p>Der fortdauernde Kreislauf, in dem technische Innovationen ökologische und soziale und Probleme lösen sollen, stattdessen neue erzeugen&nbsp;und mit weiteren Technologien „gefixt“ werden – ohne&nbsp;die&nbsp;Ursachen anzugehen&nbsp;– muss beendet werden.&nbsp;Wirksame&nbsp;Nachhaltigkeit&nbsp;braucht&nbsp;einen&nbsp;Systemwandel.&nbsp;</p> <p>Wer&nbsp;sich weiter informieren&nbsp;möchte:&nbsp;&nbsp;</p> <p>Statements von unserer Partnerin in der Erzeugung, die&nbsp;Bauernstimme&nbsp;/ AbL:<br /> <a href="https://www.bauernstimme.de/news/details/gentechnik-verunreinigungsgesetz-stoppen-jetzt-kommt-es-auf-das-europaparlament-und-den-eu-ministerrat-an-1" target="_blank">Bauernstimme: Gentechnik-Verunreinigungsgesetz stoppen - jetzt kommt es auf das Europaparlament und den EU-Ministerrat an</a><br /> <a href="https://www.bauernstimme.de/news/details/eu-kompromiss-gentechnik-im-essen-verstecken" target="_blank">Bauernstimme: EU-Kompromiss: Gentechnik im Essen verstecken</a></p> <p>Eine aktuelle <a href="https://www.mdpi.com/1422-0067/26/23/11391" target="_blank" rel="noreferrer noopener">Studie</a> bestätigt, dass es erhebliche Unterschiede zwischen konventioneller Pflanzenzüchtung und Neuer Gentechnik gibt. &nbsp;</p> <p><a href="https://www.mdpi.com/1422-0067/26/23/11391 " target="_blank">https://www.mdpi.com/1422-0067/26/23/11391&nbsp;&nbsp;</a><br /> <br /> <br /> <br /> &nbsp;</p> <h2>No contamination from genetically modified ingredients in our bread&nbsp;&nbsp;</h2> <p>&nbsp;</p> <p>In the EU trilogue on New Genetic Engineering (NGT), the Council, Parliament, and Commission reached an agreement on December 3rd and 4th that&nbsp;provides for&nbsp;comprehensive deregulation of the use of new genetic engineering.&nbsp;Now it is up to the European Parliament and the EU member states, who will vote in early 2026 on whether the compromise should become law.&nbsp;&nbsp;</p> <p>As owners and managers of artisan bakeries, we expect the European Parliament and EU governments to take a clear stance in favor of the sustainable protection of people and nature.&nbsp;&nbsp;</p> <p>As a consumer, do you want to be deliberately left in the dark in the future – without labeling – about which genetically modified ingredients are in your food?&nbsp;This would deprive you of the opportunity and the right to make an informed purchasing decision.&nbsp;&nbsp;</p> <p>We bakers want to continue to be able to credibly assure our customers about what goes into our bread and baked goods.&nbsp;For this, we need transparency and reliable labeling – no weakening of existing protection standards in favor of genetic engineering methods.&nbsp;</p> <p>Policymakers must also answer whether they are prepared to willfully jeopardize the successful, GMO-free markets that have been painstakingly built&nbsp;up during many years:&nbsp;</p><div class="list"><ul> <li>the conventional value chains that rely on &quot;GMO-free&quot; products,&nbsp;</li> <li>the organic&nbsp;markets that are based on trust, origin, and transparency,&nbsp;</li> <li>and,&nbsp;last but not least, the regional bakeries that&nbsp;operate&nbsp;with these quality promises.&nbsp;</li> </ul></div><p>For us as businesses, the question is very concrete: Who will bear&nbsp;the responsibility&nbsp;and&nbsp;the damages&nbsp;in the future if raw materials are contaminated by new genetic engineering methods? Who will compensate us for the economic losses if we can no longer keep our quality promises to customers and retailers because clear rules and liability issues are lacking?&nbsp;</p> <p>&nbsp;</p> <p>In our view, the current draft legislation primarily strengthens the interests of large corporations. What is missing is legal certainty for GMO-free businesses along the entire value chain – from the breeding garden and field to the bakery and the store shelf. Existing protective measures are to be&nbsp;largely abolished&nbsp;without the introduction of equivalent safeguards for tradespeople, small and medium-sized enterprises (SMEs), and consumers.&nbsp;</p> <p>The trilogue agreement was reached behind closed doors in Brussels by unelected representatives – following the motto &quot;eyes closed and just push through.&quot; To us, this feels like a political capitulation to multinational biotechnology corporations that, with patents and market power, could displace diverse, SME-run breeding operations and artisanal structures in Europe.&nbsp;</p> <p>We are convinced that neither farmers, nor we as bakers, nor consumers in Germany and Europe will simply accept this development. We call on the European Parliament and the German Federal Government to take a stand and not approve the draft regulation in its current form – also to avoid further damaging the already fragile trust of civil society in European institutions.&nbsp;</p> <p>Should the regulation nevertheless be approved at the European level, we will, together with other organizations and associations, have it examined whether this regulation is legally contestable – with the aim of repealing it and ensuring the protection of GMO-free value chains.&nbsp;</p> <p>The ongoing cycle in which technological innovations are supposed to solve ecological and social&nbsp;problems, but&nbsp;instead create new ones and are &quot;fixed&quot; with further technologies – without addressing the root causes – must be stopped.&nbsp;Effective sustainability requires&nbsp;a&nbsp;system&nbsp;change.&nbsp;</p> <p>&nbsp;</p> <p>For those who would like more information:&nbsp;<br /> &nbsp;</p> <p>Statements by our partner&nbsp;in farming, die Bauernstimme / AbL:<br /> <a href="https://www.bauernstimme.de/news/details/gentechnik-verunreinigungsgesetz-stoppen-jetzt-kommt-es-auf-das-europaparlament-und-den-eu-ministerrat-an-1" target="_blank">Bauernstimme: Gentechnik-Verunreinigungsgesetz stoppen - jetzt kommt es auf das Europaparlament und den EU-Ministerrat an</a><br /> <a href="https://www.bauernstimme.de/news/details/eu-kompromiss-gentechnik-im-essen-verstecken" target="_blank">Bauernstimme: EU-Kompromiss: Gentechnik im Essen verstecken</a></p> <p>Eine aktuelle <a href="https://www.mdpi.com/1422-0067/26/23/11391" target="_blank" rel="noreferrer noopener">Studie</a> bestätigt, dass es erhebliche Unterschiede zwische</p> <p>A recent study confirms that there are significant differences between conventional plant breeding and new genetic engineering.&nbsp;<a href="https://www.mdpi.com/1422-0067/26/23/11391" target="_blank" rel="noreferrer noopener">https://www.mdpi.com/1422-0067/26/23/11391</a>&nbsp;&nbsp;</p> <p>&nbsp;</p>]]></content:encoded> <category>Blog</category> <enclosure url="https://www.die-freien-baecker.de/fileadmin/_processed_/6/e/csm_Titebild_GMO_3bc60e8b45.jpg" length="2688219" type="image/jpeg"/> </item> <item> <guid isPermaLink="false">news-204</guid> <pubDate>Fri, 26 Sep 2025 13:27:00 +0200</pubDate> <title>Lob der Stulle und des Roggens - Zum „Tag des Deutschen Butterbrotes“ </title> <link>https://www.die-freien-baecker.de/blog/detail/lob-der-stulle/</link> <description>Im Jahr 1999 erklärte die Centrale Marketing-Gesellschaft der deutschen Agrarwirtschaft (CMA) den letzten Freitag im September zum Tag des Deutschen Butterbrotes.</description> <enclosure url="https://www.die-freien-baecker.de/fileadmin/_processed_/9/6/csm_Butterbrot_fba6539f69.jpeg" length="295988" type="image/jpeg" /> <content:encoded><![CDATA[<div class="list"><ul> </ul></div>]]></content:encoded> <category>Blog</category> <enclosure url="https://www.die-freien-baecker.de/fileadmin/_processed_/9/6/csm_Butterbrot_e5db9f9d09.jpeg" length="295988" type="image/jpeg"/> </item> <item> <guid isPermaLink="false">news-203</guid> <pubDate>Wed, 27 Aug 2025 09:25:00 +0200</pubDate> <title>Landwirtschaft und Essen: Regional, saisonal, genial</title> <link>https://www.die-freien-baecker.de/blog/detail/landwirtschaft-und-essen-regional-saisonal-genial/</link> <description>Unter diesem Motto stand am 23. und 24. August 2025 der Tag der offenen Tür des Bundesministeriums für Landwirtschaft, Ernährung und Heimat in Berlin. Besucherinnen und Besucher aus Nah und Fern nutzten den Tag, um sich aus erster Hand über Landwirtschaft, Lebensmittel und Ernährung, Tierhaltung, Wald, Torf und Moor - und dabei auch über das VORWERTS Projekt - zu informieren. </description> <enclosure url="https://www.die-freien-baecker.de/fileadmin/_processed_/a/6/csm_20250823_142011_de4cf2df90.jpg" length="2286761" type="image/jpeg" /> <content:encoded><![CDATA[<p>Zu den Ausstellenden, im grünen Innenhof des Ministeriums, gehörte zum zweiten Mal ein Forschungsprojekt der Uni Kassel, an dem Bäckereien und ihre gesamte Wertschöpfungskette aus dem Verband und Netzwerk des Die Freien Bäcker e.V. wie auch die gemeinnützige Gesellschaft Atelier Ernährungswende gUG aktiv beteiligt sind.&nbsp;&nbsp;</p> <p>Das Forschungsprojekt unter dem Titel VORWERTS ist als sogenanntes Real Labor konzipiert. Das bedeutet, Praktiker*innen aus Landwirtschaft, Getreideaufbereitung, Mühlen sowie Bäckereien und ihre Kund*innen arbeiten in dem Projekt zusammen. Die Leitidee hinter dem VORWERTS Projektes lautet: Vielfalt schafft Stabilität.&nbsp;&nbsp;</p> <p>In acht regionalen Bio-Wertschöpfungsketten zwischen Leipzig und Schwäbischen Alb wird im ersten Schritt der Anbau von Backweizen mit Körnererbse in Mischkultur getestet. Auf den nächsten Stufen der Wertschöpfungsketten folgen die Reinigung und Trennung von Weizen und Erbse, die Verarbeitung des Weizens aus dem Mischanbau zu Mahlerzeugnissen und Brot sowie die Vermarktung dieser Brote und Backwaren. Bei den beiden im Projekt vorgesehenen Vermarktungskampagnen zu Beginn der Jahre 2025 sowie 2026 finden begleitende Verkaufstests und Befragungen statt, die Aufschluss über die Verbraucherakzeptanz und das Vermarktungspotenzial von “Mischkulturbrot” geben.&nbsp;</p>]]></content:encoded> <category>Blog</category> <enclosure url="https://www.die-freien-baecker.de/fileadmin/_processed_/a/6/csm_20250823_142011_0894ddac29.jpg" length="2286761" type="image/jpeg"/> </item> <item> <guid isPermaLink="false">news-202</guid> <pubDate>Mon, 30 Jun 2025 09:02:00 +0200</pubDate> <title>Agrarökologische Praxis Allianz gegründet - Ein wegweisender Schulterschluss für die sozial-ökologische Transformation</title> <link>https://www.die-freien-baecker.de/blog/detail/agraroekologische-praxis-allianz-gegruendet-ein-wegweisender-schulterschluss-fuer-die-sozial-oekolog/</link> <description>Agrarökologie, als Verbindung von Praxis, sozialer Bewegung und Wissenschaft, vereint ökologische Prinzipien mit sozialer Gerechtigkeit. </description> <enclosure url="https://www.die-freien-baecker.de/fileadmin/_processed_/0/2/csm_Gruendungstreffen__170625_APA_9f26cf82e5.jpg" length="5816287" type="image/jpeg" /> <content:encoded><![CDATA[<p>Am Rande der Ökofeldtage 2025 gründeten am 17. Juni 2025 engagierte Praktiker*innen, aus allen Bereichen der Wertschöpfungskette Getreide und Leguminosen, die <strong>Agrarökologische Praxis Allianz (APA)</strong>. Die Entwicklungen in der Land- und Lebensmittelwirtschaft wie auch bei der Umwelt- und Klimakrise machen immer deutlicher, dass die Schaffung sozial gerechter und ökologisch nachhaltiger Strukturen den Schulterschluss aller Beteiligten entlang bäuerlich-handwerklicher Wertschöpfungsketten erfordert.</p> <p>Anke Kähler, Vorstandsvorsitzende des Berufsverbandes Die Freien Bäcker e.V., kommentiert: „<em>Agrarökologie, als Verbindung von Praxis, sozialer Bewegung und Wissenschaft, vereint ökologische Prinzipien mit sozialer Gerechtigkeit. Für uns Gründer*innen der Praxis Allianz bedeutet Agrarökologie die Selbstermächtigung der Beteiligten entlang der Wertschöpfungsketten einschließlich der Konsumierenden. Das Recht auf gesunde, kulturell angepasste, nachhaltig und unter Achtung der Umwelt hergestellte Nahrung lässt sich nur erreichen, wenn diejenigen, die Lebensmittel erzeugen, herstellen und konsumieren, wieder die Souveränität über ihr Ernährungssystem und die sie betreffenden Entscheidungen erlangen.“</em></p> <p>Die <strong>Agrarökologische Praxis Allianz </strong>wird folgende Bereiche bei ihren Aktivitäten einbeziehen: Saatgutzüchtung, Sortenerhalt, Landwirtschaft, alle Stufen der Verarbeitung, Vermarktung, Forschung, Entwicklung von Technik und resilienten Anbausystemen sowie den Konsum von Lebensmitteln.</p> <p>Zunächst vier Ansatzpunkte haben die Teilnehmenden im Laufe der Gründungsveranstaltung als ausschlaggebend für das Gelingen agrarökologischer Transformationsprozesse hervorgehoben:</p><div class="list"><ul> <li><strong>Zusammenschluss der Praktiker*innen</strong>, die nach agrarökologischen Prinzipien wirtschaften und sich dahin auf den Weg machen</li> <li><strong>Wiederaufbau kritischer Infrastruktur</strong> zur regionalen Lebensmittelversorgung</li> <li><strong>Austausch von Wissen und Erfahrungen</strong> entlang der Wertschöpfungskette</li> <li><strong>Kommunikation und Bildung, </strong>um den sozialen und ökologischen Mehrwert von Lebensmitteln zu transportieren, die in agrarökologischen Systemen erzeugt werden</li> </ul></div><p>Gleichwohl besteht die Notwendigkeit, auf politischer Ebene kohärente Rahmenbedingungen für die Realisierung agrarökologischer Prinzipien zu schaffen sowie gesellschaftliches Umdenken und Forschung für die Belange bäuerlich-handwerklicher Strukturen zu fördern.</p> <p>Die Gründung und der Aufbau der Allianz von Praktiker*innen hat das Ziel, durch projektbasierte Arbeit agrarökologische Systeme und Strukturen - zunächst im Bereich der Wertschöpfungsketten Getreide und Leguminosen - zu entwickeln und voranzubringen. Zur pfadabhängigen und durch Drittmittel gestützten Ausrichtung der Forschung auf Systeme der industriellen Land- und Lebensmittelwirtschaft, soll ein Gegengewicht durch bäuerlich-handwerkliche Think Tanks, Bekanntmachung von agrarökologischen Best-Practice-Strukturen und partizipative Forschung über Reallabore und Citizen-Science-Programme geschaffen werden.</p> <p>Die Agrarökologische Praxis Allianz ist kein loses Netzwerk, sondern ein Bündnis der Entschlossenheit und Ermutigung. Es wächst durch Vertrauen, die Kraft der Vielfalt unabhängiger Partner*innen und die Überzeugung, dass Ernährungssouveränität nur durch gemeinsames, praktisches Handeln Wirklichkeit werden kann.</p> <p><strong>Zu den Gründungsmitgliedern des Netzwerks gehören:</strong></p><div class="list"><ul> <li>Arbeitsgemeinschaft bäuerliche Landwirtschaft e.V. (AbL)</li> <li>ARC 2020</li> <li>Atelier Ernährungswende gUG</li> <li>Carsten Behr, Naturland Bauer</li> <li>Die Freien Bäcker e.V.</li> <li>Forschung &amp; Züchtung Dottenfelderhof</li> <li>Iburgshof Getreideaufbereitung&nbsp;&nbsp;</li> <li>Junges Netzwerk - Die Freien Bäcker</li> <li>Lerchenbergmühle GmbH</li> <li>Lindenhof- Öko-Getreide-Gesellschaft mbH, Aufbereitung, Lagerhaltung</li> <li>Lungauer Arche-Verein zur Erhaltung der Nutzpflanzenvielfalt</li> <li>rebio GmbH</li> <li>Slow Food Deutschland</li> <li>Universität Kassel, Fachgebiet Ökologischer Pflanzenschutz</li> <li>Verein zur Erhaltung und Rekultivierung von Nutzpflanzen (VERN e.V.)</li> </ul></div><h4><strong>Kontakt</strong></h4> <p><strong>Atelier Ernährungswende gUG&nbsp;&nbsp;&nbsp;&nbsp;&nbsp;&nbsp;&nbsp;&nbsp;&nbsp;&nbsp;&nbsp;&nbsp;</strong>&nbsp;&nbsp;<br /> Anke Kähler, mail: <a href="mailto:a.kaehler@atelier-ernaehrungswende.org">a.kaehler@atelier-ernaehrungswende.org</a>, &nbsp;Telefon: 0049 (0)170 4105983</p> <p><strong>Arbeitsgemeinschaft bäuerliche Landwirtschaft (AbL) e.V.&nbsp; &nbsp; &nbsp; &nbsp; &nbsp;</strong><br /> Bernd Schmitz, stellvertretende Bundesgeschäftsführung, mail: <a href="mailto:schmitz@abl-ev.de">schmitz@abl-ev.de</a>, Telefon: 0049 (0)177 3565559</p>]]></content:encoded> <category>Blog</category> <enclosure url="https://www.die-freien-baecker.de/fileadmin/_processed_/0/2/csm_Gruendungstreffen__170625_APA_1c2212e005.jpg" length="5816287" type="image/jpeg"/> </item> <item> <guid isPermaLink="false">news-201</guid> <pubDate>Fri, 23 May 2025 13:26:00 +0200</pubDate> <title>Gründung einer PRAXIS ALLIANZ der Wertschöpfungskette Getreide/Leguminosen, Mehl &amp; Brot am 17. Juni 2025 </title> <link>https://www.die-freien-baecker.de/blog/detail/gruendung-einer-praxis-allianz-der-wertschoepfungskette-getreide-leguminosen-mehl-brot-am-17-juni-20/</link> <description>Getreide spielt eine zentrale Rolle in der Landwirtschaft und bei der Ernährung. Die Wertschöpfungskette, von der Saatgutentwicklung über die Getreideerzeugung und die Herstellung von Mehl, Brot und Backwaren, umfasst zahlreiche Akteure und Prozesse. Nachhaltigkeit, Regionalität und Fairness sind die Grundlage zukunftsfähiger, resilienter Versorgungsysteme und Strukturen. </description> <enclosure url="https://www.die-freien-baecker.de/fileadmin/_processed_/1/a/csm_GIGAARL_logos_ac55f2626a.jpg" length="410755" type="image/jpeg" /> <content:encoded><![CDATA[<p><strong>Doch es gibt zahlreiche Herausforderungen.</strong></p> <p><strong>Landwirtschaftliche Produktion und Rohstoffverfügbarkeit</strong></p><div class="list"><ul> <li><strong>Klimawandel und Umweltschutz:</strong>&nbsp;Der Klimawandel stellt die Erzeugung von Getreide, Leguminosen und anderer Kulturen, in Bezug auf die Erntemenge sowie die Ernährungs- und Verarbeitungsqualität, vor große Herausforderungen. Etwa durch Wetterextreme, Schädlingsdruck, Bodendegradation oder den CO2 Anstieg in der Atmosphäre. Um dem System zu begegnen, dass zu dieser Entwicklung beigetragen hat, bedarf es einer Pflanzenzüchtung für die Anforderungen agrarökologischer Anbausysteme sowie nachhaltiger Anbaumethoden. Dazu gehören vielfältige Fruchtfolgen, Agroforstsysteme, Biodiversität fördernde Maßnahmen, wie der Anbau von Mischkulturen (Getreide mit Leguminosen), heterogenen Weizenpopulationen u.a. Doch sind diese Maßnahmen längst nicht flächendeckend umgesetzt.</li> <li><strong>Regionale Rohstoffversorgung:</strong>&nbsp;In vielen Regionen fehlen die Strukturen und Kapazitäten für die Aufbereitung und Lagerung von Getreide nach der Ernte, was a. die Marktsituation der LandwirtInnen und b. die regionalen Versorgungsoptionen sowie die regionale Versorgungssicherheit beeinträchtigt.</li> </ul></div><p><strong>Verarbeitung und Infrastruktur</strong></p><div class="list"><ul> <li><strong>Konzentration in der Mühlenwirtschaft:</strong>&nbsp;Die starke Marktkonzentration bei Mühlen erschwert es kleinen, regionalen Betrieben, sich am Markt zu behaupten. Viele lokale Mühlen und Bäckereien wurden und werden durch Preis- und Wettbewerbsdruck verdrängt, was zu Lücken in regionalen Wertschöpfungsketten führt.</li> <li><strong>Fehlende Infrastruktur:</strong>&nbsp;Es mangelt an lokalen/regionalen Anlagen zur Trocknung, Reinigung und Lagerung von Getreide. Dadurch sind der Erhalt und Aufbau regionaler Kreisläufe oft nicht möglich bzw. sind sie in Bezug auf ihre Kostenstruktur - ungeachtet ihrer ökologischen und sozialen Leistungen - gegenüber industriellen, überregionalen Strukturen nicht konkurrenzfähig.</li> </ul></div><p>&nbsp;</p>]]></content:encoded> <category>Blog</category> <category>Veranstaltungen</category> <enclosure url="https://www.die-freien-baecker.de/fileadmin/user_upload/bilder/content/GIGAARL_logos.jpg" length="410755" type="image/jpeg"/> </item> <item> <guid isPermaLink="false">news-200</guid> <pubDate>Tue, 15 Apr 2025 08:37:00 +0200</pubDate> <title>Frühjahrstreffen der Freien BäckerInnen </title> <link>https://www.die-freien-baecker.de/blog/detail/fruehjahrstreffen-der-freien-baeckerinnen/</link> <description>Zu Beginn des gut besuchten Treffens in der LOKALBÄCKEREI BROTZEIT in Oberhaching, südlich von München, stand die Herstellung von Backwaren aus Dinkel auf dem Programm.</description> <enclosure url="https://www.die-freien-baecker.de/fileadmin/_processed_/8/4/csm_MV_25_2f619a17c5.png" length="2443332" type="image/png" /> <content:encoded><![CDATA[<p>Gemeinsam wurde gebacken, mitgebrachte Dinkelbrote verkostet und Nico Scheller (Inhaber der Bäckerei) stellte seinen neuen Produktionsstandort und sein beeindruckendes Betriebskonzept vor. Mehr zu der Bäckerei: <a href="https://lokalbaeckerei-brotzeit.de/" target="_blank" rel="noreferrer noopener">https://lokalbaeckerei-brotzeit.de/</a>&nbsp;&nbsp;</p> <p><strong>Dinkel – auch Spelzweizen, Spelt oder Fesen/Vesen genannt&nbsp;</strong></p> <p>Die genaue Entstehungsgeschichte des Dinkels (Triticum aestivum ssp. spelta) ist nach wie vor nicht abschließend geklärt. Bekannt ist, dass es zwei Dinkel Entstehungslinien gibt, a. im asiatischen und b. im europäischen Raum.&nbsp;&nbsp;</p> <p>Der bei uns verbreitete Europäische Dinkel (eine hexaploide Weizenart, Genom AABBDD) entstand vor etwa mehr als 4.000 Jahren in Westeuropa, vermutlich durch spontane Kreuzungen von Emmer (einer tetraploiden Weizenart, Genom AABB) mit Zwerg- oder Binkelweizen (Triticum aestivum ssp. compactum, eine hexaploide Weichweizenunterart, Genom AABBDD).&nbsp;&nbsp;</p> <p>Dinkel ist, anders als oft behauptet, eine junge europäische Weizenart!&nbsp;&nbsp;</p> <p>Mehr zu Dinkel: <a href="https://www.gzpk.ch/wp-content/uploads/2023/05/1001-Fragen-zu-Dinkel.pdf" target="_blank" rel="noreferrer noopener">https://www.gzpk.ch/wp-content/uploads/2023/05/1001-Fragen-zu-Dinkel.pdf</a>&nbsp;&nbsp;</p> <p>Nach dem praktischen Teil ging es um die Frage, wie sich die aktuelle Situation der Backbranche sowie die ihrer vor und nachgelagerten Bereiche darstellt.&nbsp;</p> <p><strong>Die Erzeugung von Backgetreide wie auch die Herstellung von Brot und Gebäck befinden sich in verschiedenen Spannungsfeldern.&nbsp;&nbsp;</strong></p> <p>Diese Spannungsfelder ergeben sich aus zahlreichen Herausforderungen:<br /> Klimawandel, Klimaanpassung, Umwelt- und Klimaschutz, Anforderungen an die Verarbeitungsqualität der Rohstoffe, steigende Betriebsausgaben und sinkende Renditen bei vielen Erzeuger- und Verarbeitungsbetrieben sowie die gesellschaftliche Erwartung, dass gute und gesunde Lebensmittel (kombiniert mit Klimaschutz und Versorgungssicherheit) bei gleichzeitig niedrigen Preisen zur Verfügung gestellt werden. Dazu kommt, dass der durchschnittliche Ernteertrag sowie der Rohproteingehalt und die Backqualität der Hauptgetreideart Weizen sinken. Wobei weiterhin von großen Teilen des Handels an dem Weizen-Handelskriterium „Rohproteingehalt“ (an das auch der Auszahlungspreis gekoppelt ist) - trotz nicht ausreichender Aussagekraft für die Backqualität – festgehalten wird.&nbsp;&nbsp;</p> <p>Spannungsfelder stellen jedoch eine wesentliche Voraussetzung und Triebfeder für die Weiterentwicklung von Menschen, Gesellschaften und Organisationen dar. Vor diesem Hintergrund wurde vorgestellt und diskutiert, welche Wege regionale, nachhaltige Wertschöpfungsketten wie auch der Verein der Freien Bäcker und Bäckerinnen einschlagen können, um Alternativen und Lösungen für Herausforderungen weiterzuentwickeln.&nbsp;</p> <p><strong>VORWERTS&nbsp;</strong></p> <p>Neue Wege beim Anbau und der Verarbeitung von Backgetreide zeigt bspw. das Forschungsprojektes VORWERTS auf. Mehr zum Projekt: <a href="https://vorwerts-projekt.de/" target="_blank" rel="noreferrer noopener">https://vorwerts-projekt.de/</a>&nbsp;&nbsp;</p> <p>Vorgestellt wurden die ersten Ergebnisse, zusammengestellt von Dr. Odette Weedon (Projektleiterin der Uni Kassel). Zahlreiche Mitglieder des Vereins sind an dem partizipativen Praxisforschungsprojekt mit der Uni Kassel beteiligt, bei dem es um den Anbau von Backweizen im Gemenge mit Körnererbsen, die Trennung von Weizen und Erbse und die Verarbeitung von Gemengeweizen mit einem kleinen Restbestandteil an Brucherbse geht. Die Verbesserung der Backqualität durch das Mischanbausystem Weizen/Erbse zeigte sich bei der VERWERTS Back- und Vermarktungskampagne, die Anfang Februar 2025 an den Start gegangen war.&nbsp;</p> <p>Im Zusammenhang mit Mischanbausystemen, als Antwort auf zahlreiche Herausforderungen auf dem Acker, wurde bei der Zusammenkunft ein Begriff in den Blick genommen. Er wird immer wieder gezielt verwendet, um nachhaltige Lösungen zu diskreditieren. Gemeint ist der vermeintlich objektive Begriff „Effizienz“.&nbsp;&nbsp;</p> <p><strong>Wie effizient ist unser derzeitiges Ernährungssystem?&nbsp;</strong></p> <p>Der Bericht der Ernährungs- und Landwirtschaftsorganisation der Vereinten Nationen (FAO) macht deutlich: Eine Transformation unseres Ernährungssystems ist notwendig, denn ein „Weiter so“ ist ineffizient und unbezahlbar. Der Bericht über die versteckten Kosten des globalen Ernährungssystems (2016–2023) analysiert die externen Effekte (Umwelt-, Gesundheits- und Sozialkosten) in 154 Ländern&nbsp;&nbsp;</p> <p>Das Gesamtvolumen beträgt&nbsp;</p><div class="list"><ul> <li>10–13 Billionen USD (kaufkraftbereinigt für 2020), entsprechend ~10 % des globalen Bruttoinlandsprodukts (BIP)&nbsp;</li> <li>Der Marktwert aller global konsumierten Lebensmittel liegt bei ~9 Billionen USD – die versteckten Kosten übersteigen diesen Wert&nbsp;</li> <li>Auf Gesundheitskosten entfällt der größte Anteil der versteckten Kosten - mehr als 70 Prozent, verursacht durch ungesunde Ernährungsgewohnheiten. Diese Kosten sind in Ländern mit hohem und mittlerem Einkommen am höchsten.&nbsp;</li> </ul></div><p>Allein die versteckten Umweltkosten des Ernährungssystems in Deutschland werden auf rund 30 Milliarden Dollar pro Jahr geschätzt – fast anderthalbmal so viel wie die Wertschöpfung der deutschen Landwirtschaft.&nbsp;&nbsp;</p> <p>Siehe: <a href="https://www.welthungerhilfe.de/welternaehrung/rubriken/agrar-ernaehrungspolitik/wahre-kosten-der-ernaehrung-sind-erfassbar-und-jetzt" target="_blank" rel="noreferrer noopener">https://www.welthungerhilfe.de/welternaehrung/rubriken/agrar-ernaehrungspolitik/wahre-kosten-der-ernaehrung-sind-erfassbar-und-jetzt</a>&nbsp;&nbsp;</p> <p>Viele weitere Themen wurden erörtert und das nächste Treffen für den Herbst 2025 festgelegt. Unter anderem wird es dann in der Biobäckerei Meffert GmbH in Lemgo um die Herstellung teilgebackener Kleingebäcke und deren sensorische Bewertung gehen.&nbsp;</p>]]></content:encoded> <category>Blog</category> <enclosure url="https://www.die-freien-baecker.de/fileadmin/user_upload/bilder/content/MV_25.png" length="2443332" type="image/png"/> </item> <item> <guid isPermaLink="false">news-199</guid> <pubDate>Sun, 02 Feb 2025 20:42:00 +0100</pubDate> <title>Die Mischung macht’s! </title> <link>https://www.die-freien-baecker.de/blog/detail/die-mischung-macht-s/</link> <description>Bäckereien engagieren sich für die Zukunft der regionalen Land- und Lebensmittelwirtschaft </description> <enclosure url="https://www.die-freien-baecker.de/fileadmin/_processed_/4/2/csm_vorwerts_wobbler_351c5324d6.jpg" length="411226" type="image/jpeg" /> <content:encoded><![CDATA[]]></content:encoded> <category>Blog</category> <enclosure url="https://www.die-freien-baecker.de/fileadmin/_processed_/4/2/csm_vorwerts_wobbler_98e864e3a2.jpg" length="411226" type="image/jpeg"/> </item> <item> <guid isPermaLink="false">news-198</guid> <pubDate>Wed, 15 Jan 2025 10:30:00 +0100</pubDate> <title>Wer profitiert hier eigentlich?</title> <link>https://www.die-freien-baecker.de/blog/detail/wer-profitiert-hier-eigentlich/</link> <description>Unter diesem Motto wird zum fünfzehnten Mal von einem breiten gesellschaftlichen Bündnis zur Wir-haben-es-satt-Demo am 18. Januar 2025 in Berlin aufgerufen. Auch wir Freien Bäckerinnen und Bäcker sind dabei und erklären warum:</description> <enclosure url="https://www.die-freien-baecker.de/fileadmin/_processed_/b/9/csm_WHES_Demo_2017__14542c1c95.jpg" length="4847305" type="image/jpeg" /> <content:encoded><![CDATA[<p><strong>Wer profitiert hier eigentlich?</strong></p> <p>Unter diesem Motto wird zum fünfzehnten Mal von einem breiten gesellschaftlichen Bündnis zur <strong>Wir-haben-es-satt-Demo</strong> am <strong>18. Januar 2025 in Berlin</strong> aufgerufen. <strong>Auch wir Freien Bäckerinnen und Bäcker sind dabei und erklären warum:</strong></p> <p><strong>Konzentration heißt Verdrängung</strong></p> <p>Die Zahl der Betriebe des Lebensmittelhandwerks ist, ebenso wie die Anzahl bäuerlicher Betriebe, seit Jahrzehnten rückläufig. In den 1950er Jahren gab es in Deutschland eine flächendeckende regionale Versorgung mit Brot und Backwaren - sicher gestellt durch 55.000 Bäckereien in den Dörfern und in der städtischen Nachbarschaft. Diese handwerklichen Familienbetriebe wurden von 19.000 Mühlen mit Mehl aus Getreide von Höfen ihrer umliegenden Region versorgt.</p> <p>Rund 70 Jahre später, im Wirtschaftsjahr 2023/24, versorgen bundesweit es noch 174 Mühlen die Bäckereien mit Mehl.<a href="https://www.die-freien-baecker.de/blog/detail/#_edn1" name="_ednref1">[i]</a> Wobei ein Marktanteil von 75% bei den 28 größten Mühlen liegt, deren Mahlkapazität jeweils über 100.000 t (einzeln auch 500.000 t) pro Jahr beträgt und deren Inhaberschaft wiederum hoch konzentriert ist. Die Anzahl der Bäckereien ist inzwischen auf unter 9.000 Betriebe gesunken. Auch hier verzeichnet die kleinste Gruppe, die Gruppe der umsatzstärksten Unternehmen (6,5% der Betriebe lag 2023 bei mehr als 5 Mio. Euro Umsatz), einen Marktanteil von mehr als 70%.<a href="https://www.die-freien-baecker.de/blog/detail/#_edn2" name="_ednref2">[ii]</a></p> <p>Der mit Abstand größte Betreiber von nach außen selbstständig auftretenden Bäckerei-Filialbetrieben, ist Deutschlands größter Lebensmitteleinzelhändler - die Edeka Gruppe. Doch nicht nur zahlreiche in die Handwerksrolle eingetragene Bäckereibetriebe, sondern beispielsweise auch die Industriebäckerei Panem Backstuben GmbH in Thüringen gehört zur Edeka Gruppe.</p> <p>Stark konzentrierte Strukturen sind in allen Bereichen der Land- und Lebensmittelwirtschaft bestimmend. Immer größer werdende Unternehmen, national und international verflochtene Konzerne sind so in der Lage, Forschung, Gesellschaft und Politik in ihrem Sinne zu beeinflussen.</p> <p>Das Unbehagen und Gefühl vieler Menschen, das System in dem sie leben sei ungerecht, findet hier seine wesentliche Begründung. Wenn von „System“ gesprochen wird, geht es grundlegend um das vorherrschende wirtschaftliche und gesellschaftliche System - das des permanenten Wachstums.</p> <p><strong>Unbegrenztes Wachstum zerstört Demokratie &nbsp;</strong></p> <p class="MsoNoSpacing">Demokratie</p> <p class="MsoNoSpacing"><em>„Wir teilen die Macht des Staates in verschiedene Bereiche auf, Legislative, Exekutive und Judikative, und zwar aus dem einfachen Grund, weil die Repräsentanten Menschen sind. Menschen sind fehlbar, sie neigen zur Unvernunft und zum Interessenkonflikt. Die Gewaltenteilung ist der Versuch, es den menschlichen Repräsentanten zu erleichtern, die Konflikte zwischen Amt und persönlichen Interessen zu überwinden. Es ist der Versuch, den Repräsentanten Vernunft zu ermöglichen.“ </em><em>Quelle siehe:</em><em> </em><a href="https://www.die-freien-baecker.de/blog/detail/#_edn3" name="_ednref3"><em><strong>[iii]</strong></em></a></p> <p class="MsoNoSpacing"><em>„Dieser Versuch muss allerdings scheitern, wenn neben der politischen Sphäre eine wirtschaftliche Sphäre existiert, welche diese Form der Machtbegrenzung nicht kennt und systematisch in die politische Sphäre interveniert, direkt durch Lobbyismus, aber auch indirekt durch die latente Drohung mit Arbeitsplatzverlust oder die Aussicht einer hohen Wettbewerbsfähigkeit als </em><em>≫</em><em>Exportweltmeister</em><em>≪</em><em>. Wir versuchen derzeit, eine politische Demokratie mit einem wirtschaftlichen Feudalsystem zu kombinieren. Welches System dabei die Oberhand gewinnt, ist offensichtlich. Die Begründung ist letztlich einfach: Macht macht unsozial. Sie verzerrt die Wahrnehmung zugunsten der eigenen Position und führt zu einem Verlust an Empathie (Robert Trivers).“ </em>Quelle siehe: iii</p> <p class="MsoNoSpacing">Aus unbegrenztem Wachstum wird unbegrenzte Macht. Macht sehr weniger, zu Lasten der globalen Mehrheit, demokratischer Systeme, der Umwelt und Natur. Die aktuellen Programme der in Deutschland zur Bundestagswahl stehenden Parteien lassen die Konsequenzen diese Erkenntnis entweder vermissen oder es fehlt ihnen der Mut, sie programmatisch und in sich schlüssig zu formulieren.</p> <p>Wir Freien Bäckerinnen und Bäcker wiederholen an dieser Stelle das schon oft von uns vorgetragene Zitat des Ökonomen E.F. Schuhmacher<a href="https://www.die-freien-baecker.de/blog/detail/#_edn4" name="_ednref4">[iv]</a></p> <p><em>&nbsp;„Wir brauchen eine Technologie mit menschlichen Zügen, die, statt Hände und Köpfe überflüssig zu machen, zur Dezentralisierung führt, mit den Gesetzen der Ökologie vereinbar ist und sorgsam mit knappen Rohstoffen umgeht. Eine Technologie, die dem Menschen dient, statt ihn zu unterjochen.“ </em></p> <p>Doch es geht nicht nur um ökologisch und sozial verträgliche Technologien, sondern wir brauchen tiefgehende Veränderungen. Eine friedvolle Kultur, eine demokratische Gesellschaft und die Ursachen aller Krisen aufgreifende Politik braucht unserer Ansicht nach eine Reform unserer Demokratie, die - statt zu weniger - zu mehr Fairness, Mitsprache, Teilhabe, Verantwortung und Selbstbestimmung der Einzelnen sowie der Gemeinschaft führt.</p> <p>Wir Freien Bäckerinnen und Bäcker tragen als Verbund und mit unseren einzelnen Unternehmen dazu bei, dezentrale, demokratische und generationengerechte Wirtschaftsstrukturen, die - auch in Krisenzeiten - eine hohe Flexibilität und Stabilität aufweisen, zu erhalten und wieder aufbauen.</p> <p>Unsere Forderungen, nicht nur zur Bundestagswahl, in eine kurze Form gebracht lauten:</p><div class="list"><ul> <li><strong>Wir brauchen eine Politik, die faire und existenzsichernde Einkommen durch ehrliche Arbeit und Leistung zum Ziel hat, statt Machtkonzentration durch Ressourcenverbrauch, Marktmacht und Machtmissbrauch - wie bei den globalen Tech-Giganten - hinzunehmen und zu fördern. &nbsp;</strong></li> </ul></div><p>Einer der wichtigen Köpfe der Sozialen Marktwirtschaft, der Jurist Franz Böhm (1895–1977), betonte die Notwendigkeit, eine Ordnung des Leistungswettbewerbs gegen Gefährdungen durch private Macht und Kartelle zu verteidigen. Er bezeichnete den Wettbewerb als das „genialste Entmachtungsinstrument der Geschichte“.<a href="https://www.die-freien-baecker.de/blog/detail/#_edn5" name="_ednref5">[v]</a></p><div class="list"><ul> <li><strong>Zu dieser „Ordnung des Leistungswettbewerbs“ gehört ein Markt, der - damit er funktioniert - zwingend soziale und ökologische Regeln braucht. Nicht nur das Handwerk braucht Rahmenbedingungen, die sicherstellen, dass Menschen ihre Fähigkeiten leben und Souveränität entwickeln können.</strong></li> </ul></div><p>&nbsp;</p> <p>&nbsp;</p> <hr /> <p><a href="https://www.die-freien-baecker.de/blog/detail/#_ednref1" name="_edn1">[i]</a> <a href="https://www.ble.de/SharedDocs/Downloads/DE/BZL/Daten-Berichte/Getreide_Getreideerzeugnisse/Struktur_der_Muehlenwirtschaft_Daten_2223_2324.html" target="_blank">BLE - Bundesinformationszentrum Landwirtschaft - BZL - Die wichtigsten Daten zur Mühlenstruktur der Wirtschaftsjahre 2023/24 und 2022/23</a></p> <p><a href="https://www.die-freien-baecker.de/blog/detail/#_ednref2" name="_edn2">[ii]</a> <a href="https://www.baeckerhandwerk.de/zahlen-fakten" target="_blank">Zahlen rund ums Bäckerhandwerks - Bäckerhandwerk</a></p> <p><a href="https://www.die-freien-baecker.de/blog/detail/#_ednref3" name="_edn3">[iii]</a> Marktwirtschaft reparieren (S. 144), Oliver Richters, Andreas Siemoneit, oekom Verlag München 2019</p> <p><a href="https://www.die-freien-baecker.de/blog/detail/#_ednref4" name="_edn4">[iv]</a> E.F. Schumacher, Small is beautiful - Die Rückkehr zum menschlichen Maß</p> <p><a href="https://www.die-freien-baecker.de/blog/detail/#_ednref5" name="_edn5">[v]</a> <a href="https://www.eucken.de/persoenlichkeiten-der-freiburger-schule/franz-boehm/" target="_blank">Franz Böhm – Walter Eucken Institut Freiburg</a></p> <p>&nbsp;</p> <p>Link zum Demoaufruf: <a href="https://www.wir-haben-es-satt.de/" target="_blank">https://www.wir-haben-es-satt.de/</a></p> <p>&nbsp;</p> <p>&nbsp;</p> <p class="MsoEndnoteText">&nbsp;</p>]]></content:encoded> <category>Blog</category> <enclosure url="https://www.die-freien-baecker.de/fileadmin/_processed_/b/9/csm_WHES_Demo_2017__0f32f8f947.jpg" length="4847305" type="image/jpeg"/> </item> <item> <guid isPermaLink="false">news-197</guid> <pubDate>Wed, 15 Jan 2025 00:10:00 +0100</pubDate> <title>Aufruf zur Wir Haben es Satt - Demonstration!</title> <link>https://www.die-freien-baecker.de/blog/detail/aufruf-zur-wir-haben-es-satt-demonstration/</link> <description>Samstag, 18.1.25 | 12 Uhr | Bundeskanzleramt| Berlin</description> <enclosure url="https://www.die-freien-baecker.de/fileadmin/_processed_/c/d/csm_WHES25_1200x1200_Erde_9e36984ea6.jpg" length="557059" type="image/jpeg" /> <content:encoded><![CDATA[<p>&nbsp;</p> <p><br /> <br /> Wer profitiert hier eigentlich?</p><div class="list"><ul> <li><strong>Wer profitiert eigentlich</strong>&nbsp;von Klimakrise, Artensterben und dem Verlust fruchtbarer Böden?</li> <li><strong>Wer hat ein Interesse&nbsp;</strong>an billigen Agrarrohstoffen, am Höfesterben und an der Spaltung von Landwirtschaft und Gesellschaft?</li> <li><strong>Wer verdient&nbsp;</strong>an globaler Ungerechtigkeit, Ernährungsarmut, Patenten und Hunger?</li> <li><strong>Wer gewinnt</strong>, wenn Ackerland von Investoren vereinnahmt und zum Spekulationsobjekt wird?</li> <li><strong>Wer profitiert</strong>&nbsp;von politischer Instabilität und Existenzängsten?</li> </ul></div><h2>Unsere Zukunft steht zur Wahl!</h2> <p>Zu viele&nbsp;<strong>Politiker*innen in Berlin und Brüssel&nbsp;</strong>stellen seit Jahrzehnten Konzerninteressen vor das Gemeinwohl und fördern mit unseren Steuergeldern ein schädliches Ernährungssystem.&nbsp;<strong>Agrarkonzerne wie Bayer-Monsanto, Tönnies und Cargill, fahren horrende Profite ein.&nbsp;</strong>Sie verschleiern dies mit dem falschen Versprechen, vermeintlich einfach und billig die wachsende Weltbevölkerung zu ernähren. Ihre&nbsp;<strong>Lobbyverbände</strong>&nbsp;verlangen unter dem Deckmantel des Bürokratieabbaus einen desaströsen Verzicht auf Klima-, Tier- und Umweltschutz – statt wirtschaftlicher Perspektiven für die Betriebe, wie Bäuerinnen und Bauern sie schon lange fordern.</p> <p><strong>Die weltweiten Folgen:</strong></p><div class="list"><ul> <li><strong>Global sind 733 Millionen von Hunger betroffen</strong>, das sind 150 Millionen mehr als vor der Corona-Pandemie. Jeder dritte Mensch auf der Welt kann sich keine ausgewogene Ernährung leisten.</li> <li><strong>Allein in Deutschland mussten mehr als 350.000 Höfe in den letzten 30 Jahren schließen</strong>&nbsp;– damit hat sich die Anzahl der Betriebe um fast 60 Prozent verringert.</li> <li><strong>60 Prozent der Böden in Europa</strong>&nbsp;sind geschädigt – Hauptverursacher sind die Agrarindustrie und die von ihr befeuerte Klimakrise.</li> <li><strong>Über 60 Prozent der Tier- und Pflanzenarten des Offenlandes</strong>&nbsp;stehen auf den Roten Listen der bedrohten Arten. Insbesondere Ackerlandschaften sind vom Artensterben betroffen.</li> </ul></div><p><strong>Das haben wir satt!</strong></p>]]></content:encoded> <category>Blog</category> <enclosure url="https://www.die-freien-baecker.de/fileadmin/user_upload/bilder/content/WHES25_1200x1200_Erde.jpg" length="557059" type="image/jpeg"/> </item> <item> <guid isPermaLink="false">news-195</guid> <pubDate>Fri, 19 Jul 2024 10:18:00 +0200</pubDate> <title>Hochwasserhilfe für Bäckerei Himmelbäck</title> <link>https://www.die-freien-baecker.de/blog/detail/hochwasserhilfe-fuer-baeckerei-himmelbaeck/</link> <description>„In der ersten Flutnacht sah es noch so aus, als könnten wir mit Sandsäcken den Schaden begrenzen. Erst am nächsten Morgen ist uns das Ausmaß bewusst geworden. Das Wasser des kleinen Nebenflusses Mindel ist in wenigen Stunden so schnell gestiegen, dass es unmöglich war zu reagieren.&quot;</description> <enclosure url="https://www.die-freien-baecker.de/fileadmin/_processed_/0/8/csm_luftaufnahmeOffingen_f56829e954.jpeg" length="795414" type="image/jpeg" /> <content:encoded><![CDATA[]]></content:encoded> <category>Blog</category> <enclosure url="https://www.die-freien-baecker.de/fileadmin/_processed_/0/8/csm_luftaufnahmeOffingen_bcbc0a2f81.jpeg" length="795414" type="image/jpeg"/> </item> <item> <guid isPermaLink="false">news-194</guid> <pubDate>Wed, 26 Jun 2024 14:38:00 +0200</pubDate> <title>Von Backkunst, Aufständen, Macht und Preisen </title> <link>https://www.die-freien-baecker.de/blog/detail/von-backkunst-aufstaenden-macht-und-preisen/</link> <description>„Brot ist Geschichte, von Fladenbrot, Baguette, Simit und Lavash, über Vollkornbrot oder Bagel bis Naan und Ciabatta: es verbindet uns quer über die Kulturen und die Erde. Aus den Grundzutaten Mehl, Wasser und Triebmittel wie Hefe oder Sauerteig hat die Menschheit weltweit eine enorme Vielfalt an Brotsorten geschaffen.“ </description> <enclosure url="https://www.die-freien-baecker.de/fileadmin/_processed_/c/c/csm_SchneckemFuerTitelBild_7dc7f6413d.jpg" length="2471026" type="image/jpeg" /> <content:encoded><![CDATA[]]></content:encoded> <category>Blog</category> <enclosure url="https://www.die-freien-baecker.de/fileadmin/_processed_/c/c/csm_SchneckemFuerTitelBild_8180fa9d34.jpg" length="2471026" type="image/jpeg"/> </item> <item> <guid isPermaLink="false">news-192</guid> <pubDate>Tue, 07 May 2024 17:17:00 +0200</pubDate> <title>Agrarökologie in der Praxis</title> <link>https://www.die-freien-baecker.de/blog/detail/agraroekologie-in-der-praxis/</link> <description>Zusammenbringen und zusammen denken, was zusammengehört. Genau das hat die Autorin der Broschüre Agrarökologie in der Praxis, die heute (7. Mai 2024) von Inkota veröffentlicht wurde, beabsichtigt und in anschaulicher Form erreicht.</description> <enclosure url="https://www.die-freien-baecker.de/fileadmin/_processed_/e/6/csm_AOE_-_gemeinsamer_Wissensaufbau_und_-austausch_Twitter_803f795a80.png" length="2184057" type="image/png" /> <content:encoded><![CDATA[]]></content:encoded> <category>Blog</category> <enclosure url="https://www.die-freien-baecker.de/fileadmin/user_upload/bilder/content/AOE_-_gemeinsamer_Wissensaufbau_und_-austausch_Twitter.png" length="2184057" type="image/png"/> </item> <item> <guid isPermaLink="false">news-191</guid> <pubDate>Tue, 09 Apr 2024 18:45:00 +0200</pubDate> <title> VORWERTS: We bring Peas into your Bread</title> <link>https://www.die-freien-baecker.de/blog/detail/vorwerts-erbsen-im-brot/</link> <description>Am 7. April fand der erste Praxis-Workshop des VORWERTS Projektes in der Backstube und auf dem Acker mit rund 30 TeilnehmerInnen statt. Im Rahmen der Mitgliedsversammlung des Die Freien Bäcker e.V. stellte zunächst Dr. Odette Weedon (Universität Kassel, Sektion Ökologischer Pflanzenschutz) in einem spannenden Beitrag die Hintergründe und Ziele des Projektes vor, das den ausgeschriebenen Titel trägt: „Verwendung Ökologischer Rohstoffe aus Mischkultur in regionalen Wertschöpfungsketten als Reallabor“.</description> <enclosure url="https://www.die-freien-baecker.de/fileadmin/_processed_/0/5/csm_ScheuneMaartenMaage_9d38aab850.jpg" length="2644855" type="image/jpeg" /> <content:encoded><![CDATA[]]></content:encoded> <category>Blog</category> <enclosure url="https://www.die-freien-baecker.de/fileadmin/_processed_/0/5/csm_ScheuneMaartenMaage_f38b63bdf4.jpg" length="2644855" type="image/jpeg"/> </item> <item> <guid isPermaLink="false">news-190</guid> <pubDate>Thu, 07 Mar 2024 10:31:00 +0100</pubDate> <title>Körnererbsen in aller Munde schaffen Vielfalt, nicht nur auf dem Acker</title> <link>https://www.die-freien-baecker.de/blog/detail/koernererbsen-in-aller-munde-schaffen-vielfalt-nicht-nur-auf-dem-acker/</link> <description>Hülsenfrüchtler, auch Leguminosen genannt, spielen im Ackerbau - besonders in der kreislauforientierten ökologischen Landwirtschaft - eine zentrale Rolle. Sie sind für die Stickstoffversorgung der Fruchtfolgen, die Erhaltung der Bodenfruchtbarkeit, für das Management von Beikräutern und Schaderregern sowie die Selbstversorgung mit Tierfutter von großer Bedeutung.Doch was können sie noch?</description> <enclosure url="https://www.die-freien-baecker.de/fileadmin/_processed_/f/0/csm_WE-WW_NEB2023_TS__1__e7a7a23555.jpg" length="357825" type="image/jpeg" /> <content:encoded><![CDATA[<p><strong>Agrarökologische Innovationen betreffen immer die ganze Wertschöpfungskette,</strong> d.h. auch alle Verarbeitungsstufen, den Handel und die Konsumenten. Die Verbreitung von Ackerbaustrategien, die umfassend ökologisch, sozial und ökonomisch nachhaltig ausgerichtet sind, hängt somit nicht allein von der Landwirtschaft ab.<strong> Das Forschungsprojekt VORWERTS untersucht und erprobt die Verwendung ökologischer Rohstoffe aus Mischkultur (Erbse/Backgetreide) in ökologischen Wertschöpfungsketten.</strong> Im Praxis-Verbund mit insgesamt 25 Betrieben aus der Landwirtschaft, dem Mühlen- und Bäckereihandwerk sowie deren Kundschaft werden der Anbau, die Aufbereitung und Trennung, die Verarbeitung sowie die Vermarktung von Weizen-Körnererbsen-Gemengen untersucht.<strong> Beteiligt an dem vom Bundesprogramm Ökologischer Landbau (BÖL) finanzierten Projekt der Universität Kassel, Fachbereich Ökologische Agrarwissenschaften in Witzenhausen sind die Atelier Ernährungswende gUG und der Berufsverband Die Freien Bäcker e.V.&nbsp;&nbsp;</strong></p> <p>Hülsenfrüchtler, auch Leguminosen genannt, spielen im Ackerbau - besonders in der kreislauforientierten ökologischen Landwirtschaft - eine zentrale Rolle. Sie sind für die Stickstoffversorgung der Fruchtfolgen, die Erhaltung der Bodenfruchtbarkeit, für das Management von Beikräutern und Schaderregern sowie die Selbstversorgung mit Tierfutter von großer Bedeutung.<strong> Darüber hinaus liefern Leguminosen im Ackerbau wertvolle Ökosystemleistungen wie z.B. die Förderung der Artenvielfalt durch das Futterangebot für Bestäuberinsekten und in mehrjährigen Beständen auch durch ihre Habitatfunktion für Vögel, die dort Brüten oder Jagen</strong> (z.B. Feldlerche oder Rotmilan). Während kleinsamige Leguminosen wie Klee und Luzerne zur Wiederkäuerernährung genutzt werden können und Druschfrüchte wie Ackerbohne und Erbse auch als Proteinfutter Verwendung finden, ist der Anbau von Körnerleguminosen für die menschliche Ernährung noch sehr beschränkt. Die Nutzung von Körnererbsen als Nahrungsmittel gewann bisher insbesondere aufgrund der wachsenden Nachfrage nach vegetarischen oder veganen Produkten an Bedeutung.&nbsp;</p> <h3><strong>Vielfalt schafft Stabilität&nbsp;</strong></h3> <p><strong>Zusätzliche positive Effekte erzielen Körnerleguminosen wenn sie im Gemenge, d.h. in Mischkultur mit anderen Druschfrüchten, angebaut werden.</strong> So können sich in gemischten Beständen Krankheiten und Schaderreger generell schlechter ausbreiten. Nährstoff- und Wasserressourcen werden nicht so einseitig genutzt wie in einer Monokultur. Unterschiedliche Ansprüche und Wurzelsysteme können sich ergänzen und verringern die Konkurrenz der Einzelpflanzen. Auch die Vielfalt der Bodenmikroorganismen wird durch den Mischanbau gefördert. <strong>All diese Vorteile machen Mischkulturen zu einer wichtigen Strategie bei der Klimawandelanpassung, der Ressourcenschonung und der Förderung der Artenvielfalt im Agrarökosystem.&nbsp;&nbsp;</strong></p> <p><strong>Für Betriebe stellt die Diversifizierung auf dem Acker wirtschaftlich auch einen Risikopuffer dar.</strong> Sollte ein Mischungspartner durch abiotische oder biotische Stressfaktoren während des Wachstums stark leiden, trifft das nicht unbedingt die andere Kultur, die nun stärker zum Tragen kommt und Ertragsausfälle kompensieren kann.&nbsp;</p> <p><strong>Speziell in der Mischkultur mit Leguminosen zeigen die Partnerkulturen auch bessere Qualitäten, z.B. höhere Proteingehalte.</strong> Der Grund dafür ist die Fähigkeit der symbiontischen Stickstofffixierung sowie ein Verdünnungseffekt. In Mischkultur mit einer Körnerleguminose nämlich werden z.B. bei Getreide nur ca. 70 Prozent der Körner gegenüber einer Reinkultur ausgesät. Während die Leguminose sich also aus der Luft quasi selbst versorgt, steht der Bodenstickstoff für insgesamt weniger Individuen der Partnerkultur zur Verfügung. Auch dies ist besonders für den ökologischen Anbau interessant, da die Erzeugung von proteinreichem Backgetreide ohne mineralische Stickstoffgaben je nach Standort und Witterung häufig eine große Herausforderung ist.&nbsp;</p> <h3><strong>Mischkultur erhöht die Flächenproduktivität&nbsp;</strong></h3> <p><strong>Während in Mischkultur (z.B. mit einer Körnerleguminose) zwar nur 70 Prozent der Getreidekörner ausgesät werden, übersteigt der Ertrag dennoch häufig 70 Prozent des Ertrages in Reinkultur.</strong> Dasselbe gilt auch für den Leguminosenpartner, der beim Ertrag ebenfalls häufig den Erwartungswert übertrifft. Die verschiedenen Effekte des Mischanbaus erhöhen also den Gesamtertrag der Fläche im Gegensatz zur Monokultur. In Zeiten von Flächenknappheit und wachsender Weltbevölkerung ist die Mischkultur ein Ansatz zur ökologischen Intensivierung, d.h. der Produktivitätssteigerung ohne höhere Mengen externer Inputs wie Dünge- und Pflanzenschutzmittel.&nbsp;&nbsp;</p> <p><strong>Trotz der vielen Vorteile der Mischkultur, insbesondere mit Leguminosen, ist ihr Flächenanteil in Deutschland und Europa sehr gering.</strong> Die Gründe hierfür sind vielfältig. Ein wichtiges Hemmnis jedoch ist die Wirtschaftlichkeit für den Erzeugerbetrieb. Die Trennung der Gemengepartner nach der Ernte – für eine Lebensmittelherstellung unabdingbar – ist für viele Betriebe zu aufwendig und Erfasser wie der Landhandel und die Mühlen, nehmen Gemenge allenfalls als Viehfutter an, egal ob das Getreide darin beste Backqualität hat. Ebenfalls fehlt es an Absatzmöglichkeiten von Körnerleguminosen für die menschliche Ernährung. Vor diesem Hintergrund werden Mischkulturen lediglich zu Futterzwecken angebaut, denn zur Tierernährung müssen die Gemengepartner nicht getrennt werden.&nbsp;</p> <h3><strong>Backweizen im Gemenge mit Erbsen</strong>&nbsp;</h3> <p><strong>Das VORWERTS-Projekt möchte dies ändern, indem die Herausforderungen von Mischkulturen zur Humanernährung gemeinsam mit Betrieben und Akteuren der gesamten Wertschöpfungskette in der Praxis untersucht werden.</strong> So sollen Hemmnisse abgebaut und Erfahrungen und Wissen geschaffen werden.&nbsp;&nbsp;</p> <p><strong>VORWERTS arbeitet mit 25 Betrieben in acht regionalen Bio-Wertschöpfungsketten</strong> zusammen.&nbsp; Schwerpunktmäßig geht es darum, die Korntrennung, Reinigung, Backqualität, Vermahlung und Verarbeitung von Backweizen aus Mischkulturanbau zu bewerten und zu optimieren. Der Hauptfokus liegt beim Weizen, nichtsdestotrotz haben die Praxisbetriebe ein großes Interesse am Erbsenmehl. &nbsp;<br /> So werden zum Beispiel Back-Workshops durchgeführt, bei denen Brote und Gebäck mit verschiedenen Anteilen Erbsenmehl hergestellt und bewertet werden. Um Optimierungspotenziale der Verarbeitungsprozesse zu identifizieren, wird der Backweizen aus der Mischkultur in der Praxis verarbeitet und von den Partnerbäckereien vermarktet. Dazu zählen auch Verkaufstests und Befragungen, von denen sich die Projektbeteiligten Aufschluss über die Verbraucherakzeptanz und das Vermarktungspotenzial der &quot;Mischkulturbrote&quot; versprechen. <strong>Erarbeitet werden nicht nur konkrete Handlungsempfehlungen zur Verbreitung von Weizen-Körnerleguminosen-Mischkulturen, sondern es wird auch eine Blaupause für transdisziplinäre Praxisforschung geschaffen.&nbsp;</strong></p> <p>Dr. Torsten Siegmeier und Anke Kähler&nbsp;</p> <p>Weitere Informationen:&nbsp;&nbsp;</p> <p><a href="http://www.vorwerts-projekt.de/" target="_blank" rel="noreferrer noopener">www.vorwerts-projekt.de</a>&nbsp;</p> <p>&nbsp;</p> <p>&nbsp;</p> <p>Mehr zum Thema Agrarökologie&nbsp;</p> <p>&nbsp;</p> <p><a href="https://www.oxfam.de/system/files/agraroekologie2019_positionspapier.pdf" target="_blank" rel="noreferrer noopener">https://www.oxfam.de/system/files/agraroekologie2019_positionspapier.pdf</a>&nbsp;&nbsp;</p> <p><a href="https://www.inkota.de/welternaehrung-landwirtschaft/agraroekologie/agraroekologie-deutschland" target="_blank" rel="noreferrer noopener">https://www.inkota.de/welternaehrung-landwirtschaft/agraroekologie/agraroekologie-deutschland</a>&nbsp;&nbsp;</p> <p><a href="https://fianat-live-7318544636224c40bb0b0af5b09-745b6a8.divio-media.net/filer_public/1b/0a/1b0a427c-ff8c-4aa4-8657-85f6d56f38ee/mit-agraroekologie-fuer-das-recht-auf-nahrung.pdf" target="_blank" rel="noreferrer noopener">mit-agraroekologie-fuer-das-recht-auf-nahrung.pdf (divio-media.net)</a>&nbsp;</p> <p>&nbsp;</p>]]></content:encoded> <category>Blog</category> <enclosure url="https://www.die-freien-baecker.de/fileadmin/_processed_/f/0/csm_WE-WW_NEB2023_TS__1__3e1632b8dd.jpg" length="357825" type="image/jpeg"/> </item> <item> <guid isPermaLink="false">news-189</guid> <pubDate>Fri, 12 Jan 2024 17:17:00 +0100</pubDate> <title>Die Freien Bäcker auf dem Zukunftsforum Ländliche Entwicklung</title> <link>https://www.die-freien-baecker.de/blog/detail/die-freien-baecker-auf-dem-zukunftsforum-laendliche-entwicklung/</link> <description>Das 17. Zukunftsforum Ländliche Entwicklung (ZLE) am 24./25. Januar 2024, veranstaltet vom Bundesministerium für Ernährung und Landwirtschaft, findet in diesem Jahr unter dem Motto „LAND.SCHÖPFT.WERT – Starke ländliche Regionen“ statt. Beim ZLE, dass im Zusammenhang mit der Internationalen Grünen Woche (IGW) veranstaltet wird, finden in 28 ausgewählten Fachforen Wissenstransfer, Austausch und Diskussionen zu zentralen Themen der Regionalen Wertschöpfung statt. Interessierte sind herzlich eingeladen, am Zukunftsforum im City Cube Berlin in Präsenz teilzunehmen oder per livestream über die Webseite des ZLE dabei zu sein.</description> <content:encoded><![CDATA[]]></content:encoded> <category>Blog</category> </item> <item> <guid isPermaLink="false">news-188</guid> <pubDate>Thu, 11 Jan 2024 10:21:00 +0100</pubDate> <title>BAUERNPROTESTE </title> <link>https://www.die-freien-baecker.de/blog/detail/bauernproteste/</link> <description>Verbundenheit mit Bauern und Bäuerinnen drückt sich durch verlässliche Partnerschaften und die Zahlung fairer Erzeugerpreise aus!</description> <enclosure url="https://www.die-freien-baecker.de/fileadmin/_processed_/7/0/csm_AltesBildZuzNeuenProtesten_e67a2637d8.png" length="3689604" type="image/png" /> <content:encoded><![CDATA[]]></content:encoded> <category>Blog</category> <enclosure url="https://www.die-freien-baecker.de/fileadmin/_processed_/7/0/csm_AltesBildZuzNeuenProtesten_1aa2f0fc40.png" length="3689604" type="image/png"/> </item> <item> <guid isPermaLink="false">news-187</guid> <pubDate>Wed, 20 Dec 2023 20:07:00 +0100</pubDate> <title>Zur geplanten Streichung der Agrardieselbeihilfe sowie KFZ-Steuer-Befreiung</title> <link>https://www.die-freien-baecker.de/blog/detail/zur-geplanten-streichung-der-agrardieselbeihilfe-sowie-kfz-steuer-befreiung/</link> <description>Die Freien Bäcker nehmen Stellung… da es uns wichtig ist, dass nicht weitere Höfe aus unseren Regionen verschwinden.</description> <enclosure url="https://www.die-freien-baecker.de/fileadmin/_processed_/a/e/csm_20230910_131210_0f01edc448.jpg" length="3626924" type="image/jpeg" /> <content:encoded><![CDATA[]]></content:encoded> <category>Blog</category> <enclosure url="https://www.die-freien-baecker.de/fileadmin/_processed_/a/e/csm_20230910_131210_1f55fe97aa.jpg" length="3626924" type="image/jpeg"/> </item> <item> <guid isPermaLink="false">news-186</guid> <pubDate>Fri, 08 Dec 2023 12:37:00 +0100</pubDate> <title>„Wort halten, Olaf!“ </title> <link>https://www.die-freien-baecker.de/blog/detail/olaf-please/</link> <description>Das Vorsorgeprinzip muss uneingeschränkt auch für die neuen Gentechniken gelten, also „Wort halten, Olaf!“ </description> <enclosure url="https://www.die-freien-baecker.de/fileadmin/_processed_/a/0/csm_Share-Pic_Instagram__BKAScholz_1080x1080_32d829b314.jpg" length="931118" type="image/jpeg" /> <content:encoded><![CDATA[]]></content:encoded> <category>Blog</category> <category>Presse</category> <enclosure url="https://www.die-freien-baecker.de/fileadmin/user_upload/bilder/content/Share-Pic_Instagram__BKAScholz_1080x1080.jpg" length="931118" type="image/jpeg"/> </item> <item> <guid isPermaLink="false">news-185</guid> <pubDate>Thu, 02 Nov 2023 12:09:00 +0100</pubDate> <title>Mitgliedertreffen der Freien Bäcker*innen setzt positive Impulse</title> <link>https://www.die-freien-baecker.de/blog/detail/mitgliedertreffen-der-freien-baecker-innen-setzt-positive-impulse-1/</link> <description>Auf dem Programm stand zuerst die Frage, was der Verein von Bäcker*innen für Bäcker*innen im kommenden Jahr auf Grundlage des gemeinsamen Leitbildes bewegen möchte.</description> <enclosure url="https://www.die-freien-baecker.de/fileadmin/_processed_/8/2/csm_MV2023_2_5ac8bfaecf.jpg" length="2165218" type="image/jpeg" /> <content:encoded><![CDATA[<p>Die Herbst-Versammlung im Oktober 2023, mit einem dichten Themen-Programm, vielen lebhaften Debatten und Betriebsbesuchen, hat die positive Vereinskultur erneut gefördert. Generell sind Zusammenkünfte der Mitglieder und Freund*innen des <strong>Die Freien Bäcker e.V. </strong>lebendige, kommunikative Treffen. Die Zusammenkunft in Berlin hat deutlich gemacht, was es heißt, Probleme wirklich als Herausforderungen zu begreifen und wie wichtig Ursachen bezogene&nbsp;Lösungen sind – nicht nur für den eigenen Handwerksbetrieb sondern auch für jeden einzelnen Menschen und die Gesellschaft.</p> <p>Auf dem Programm stand zuerst die Frage, was der Verein von Bäcker*innen für Bäcker*innen im kommenden Jahr auf Grundlage des gemeinsamen Leitbildes bewegen möchte. Eine Idee, im Zusammenhang mit dem Hauptrohstoff der Betriebe, wurde intensiv diskutiert. Das Vorhaben wird nun auf den Weg gebracht. Um was es geht, berichten wir zu passender Zeit.</p>]]></content:encoded> <category>Blog</category> <enclosure url="https://www.die-freien-baecker.de/fileadmin/_processed_/8/2/csm_MV2023_2_e16b528679.jpg" length="2165218" type="image/jpeg"/> </item> <item> <guid isPermaLink="false">news-183</guid> <pubDate>Wed, 11 Oct 2023 17:30:00 +0200</pubDate> <title>Zum guten Leben gehört gutes Brot - Das Internationale Brotfest in Rauris 2023 </title> <link>https://www.die-freien-baecker.de/blog/detail/brotfest2023/</link> <description>Etwas hat das Brotfest sehr deutlich gezeigt. Das Backhandwerk - unter Einbeziehung der vorgelagerten Stufen (biologische Getreidezüchtung; nachhaltige Anbauformen; regionale, handwerkliche Vermahlung) - wird von vielen kreativen Köpfen und Händen neu erfunden und weiterentwickelt.</description> <enclosure url="https://www.die-freien-baecker.de/fileadmin/_processed_/b/5/csm_Getreidestrauss_vor_Alm_eff992356e.jpg" length="3941121" type="image/jpeg" /> <content:encoded><![CDATA[<p>Das grandiose Fest rund um unser Grundnahrungsmittel Brot fand Ende September auf der Kalchkendl Alm von Roswitha Huber in 1200m Höhe statt. Mit der „Schule am Berg“, vor rund einem Viertel Jahrhundert auf ihrer Alm im Rauristal in Österreich gegründet, schreibt die Bäuerin, Lehrerin, Bäckerin und hervorragende Netzwerkerin Roswitha Geschichte. Ganz sicherlich wird das Internationale Brotfest 2023 vielen Menschen aus zahlreichen Ländern in besonderer Erinnerung bleiben.&nbsp;&nbsp;</p> <p>Bei wundervollem Wetter und spätsommerlichem Licht der Alpen wurden das Brot und das Leben gefeiert. Es wurde geredet, diskutiert, gebacken und geschmaust, mit alten Bekannten, Freunden und Freundinnen und neuen Brot-Enthusiast*innen von Nah und Fern. Einig waren sich alle von Anfang an, dass ein Brot - das gut für Mensch und unseren Planeten ist - nichts braucht außer Wasser, Mehl, Salz, bäuerliche und handwerkliche Neugier, Geschick und Erfahrung.&nbsp;</p>]]></content:encoded> <category>Blog</category> <enclosure url="https://www.die-freien-baecker.de/fileadmin/_processed_/b/5/csm_Getreidestrauss_vor_Alm_0c99b2fd8a.jpg" length="3941121" type="image/jpeg"/> </item> <item> <guid isPermaLink="false">news-181</guid> <pubDate>Thu, 24 Aug 2023 12:46:00 +0200</pubDate> <title>BAKWERT beim Tag der offenen Tür der Bundesregierung</title> <link>https://www.die-freien-baecker.de/blog/detail/bakwert-beim-tag-der-offenen-tuer-der-bundesregierung/</link> <description>Im Bundesministerium für Ernährung und Landwirtschaft an diesen Tagen mit dabei, war ein gut besuchter Infostand des BAKWERT Projektes.</description> <enclosure url="https://www.die-freien-baecker.de/fileadmin/_processed_/9/3/csm_IMG_8757_c13e5f353b.jpg" length="8273016" type="image/jpeg" /> <content:encoded><![CDATA[<p>Zeitlich passend zu bestem, jedoch viel zu spätem, Erntewetter, wurde am Stand des BAKWERT Projektes ein Strauß vielgestaltiger Weizenähren präsentiert. Diese Vielfalt entstammte nicht einer Zusammenstellung von Ähren verschiedener Getreidearten oder Weizensorten, sondern es handelte sich um eine „heterogene Weizenpopulation“. Dies erläuterte das sechsköpfige Standteam während der beiden Tage in Berlin vielen hundert Besucher*innen. Die Interessierten aller Altersgruppen und unterschiedlichster Lebenswelten kamen von nah (Berlin) und fern (aus Schleswig-Holstein oder Bayern, aus Kolumbien oder Thailand). Essbare Magnete zogenso viele Menschen an den BAKWERT-Stand: zwei wohlriechende Brotsorten aus biologisch gezüchtetem Weizen mit besonderen Eigenschaften.&nbsp;</p> <p>Gebacken wurden die knapp 500 Brote aus Mehl (Type 550 und Ruchmehl) heterogener Weizenpopulationen von der Berliner Bäckerei Beumer &amp; Lutum. Ohne Zeit vorab Backtests mit dem Mehl durchzuführen, hatten die Bäcker und Bäckerinnen zwei Rezepturen für das Mehl entwickelt, dass ihnen vom BAKWERT Projekt geliefert worden war. Das Ergebnis stieß bei der Veranstaltung auf sehr viel Begeisterung. Außer Mehl, Weizensauerteig, Wasser, Steinsalz und 0,3 % bzw. 0,7 % Bio-Hefe enthielten die freigeschobenen Brote (rund und länglich), mit ihrer gut gelockerten, feuchten Krume und geschmackvollen Kruste weiter nichts.</p> <p>Die beiden Brotsorten aus dem robusten Weizen - der sich durch seine genetische Vielfalt mit gutem Anpassungsvermögen an die Herausforderungen des Klimawandels auszeichnet und zugleich gute Backeigenschaften aufweist - wurden vor Ort verkostet. Auch waren die Brote ein Gewinn - für alle, die am Glücksrad oder bei einem Lern-Spiel am Stand gewonnen hatten. Welchen Wert ein gutes Brot hat, konnte an der Freude der Menschen abgelesen werden, die eines der Brote gewonnen hatten. Interessant war, dass sich nach der Verkostung eine erkennbare Mehrheit der Besucher*innen für das aromatische Brot aus Ruchmehl, dessen Krume sichtbar dunkler war, entschied.</p> <p>Ebenfalls hatte das Team der Uni Kassel/Witzenhausen und des Die Freien Bäcker e.V. an den beiden Tagen der offenen Tür der Bundesregierung viel Freude und konnte neue Impulse für das neue Praxisforschungsprojekt VORWERTS mitnehmen.</p> <p>Mehr zu heterogenen Weizenpopulationen: <a href="http://www.weizenvielfalt.de" target="_blank">www.weizenvielfalt.de</a> und zum VORWERTS-Projekt <a href="http://www.oekolandbau.de/service/nachrichten/detailansicht/neues-projekt-zur-wertschoepfung-von-weizen-und-koernerleguminosen-aus-mischkulturen/" target="_blank">www.oekolandbau.de/service/nachrichten/detailansicht/neues-projekt-zur-wertschoepfung-von-weizen-und-koernerleguminosen-aus-mischkulturen/</a></p>]]></content:encoded> <category>Blog</category> <enclosure url="https://www.die-freien-baecker.de/fileadmin/_processed_/9/3/csm_IMG_8757_f388836c1b.jpg" length="8273016" type="image/jpeg"/> </item> <item> <guid isPermaLink="false">news-180</guid> <pubDate>Mon, 14 Aug 2023 15:41:00 +0200</pubDate> <title>Film zur Zukunft der Handwerksbäckereien</title> <link>https://www.die-freien-baecker.de/blog/detail/film-zur-zukunft-der-handwerksbaeckereien/</link> <description>Am 8. August präsentierte der Hessische Rundfunk eine gelungene Dokumentation über Vor-Denker und Vor-Macher*innen im Backhandwerk. Der Film stellt zwei engagierte Bäcker, ihre Familien und Mitarbeitenden vor. </description> <enclosure url="https://www.die-freien-baecker.de/fileadmin/_processed_/a/c/csm_Juergen_in_Action_37b0be99ee.jpg" length="1658046" type="image/jpeg" /> <content:encoded><![CDATA[<p>Ihre handwerkliche Unabhängigkeit und ihre Fähigkeiten bedingen und beeinflussen sich gegenseitig. Mehr denn je stellen diese beiden Faktoren die Voraussetzung dar, um auch in Zukunft Menschen mit gutem, ehrlichem Brot aus nachhaltig erzeugten Rohstoffen in den Regionen zu versorgen. Der Film erlaubt Einblicke in eine Welt, die vielen oft unbekannt ist. Was bedeutet handwerkliche Kompetenz und wie wirkt sie sich aus? Allein den Gesichtern der Bäcker ist es anzusehen, sich diesen &quot;Schatz&quot; zurück erobert zu haben und sinnstiftend zu arbeiten.</p> <p>Nicht zuletzt geht es in dem kurzweiligen Film des Hessischen Rundfunks um die Zusammenarbeit von Getreidezüchtung, Wissenschaft und handwerklichen Bäckern und dabei um den Zusammenhang von Vielfalt auf dem Acker und dem Brot von morgen.</p> <p>Nachzuschauen ist der Film in der ARD-Mediathek:</p> <p><strong><a href="https://www.ardmediathek.de/video/erlebnis-hessen/kampf-ums-brot-die-zukunft-der-baecker/hr-fernsehen/Yjk3NjM2ZjktNTI1ZC00NjE2LWFlNGEtM2E0NGU0MmFiYjdk" target="_blank">https://www.ardmediathek.de/video/erlebnis-hessen/kampf-ums-brot-die-zukunft-der-baecker/hr-fernsehen/Yjk3NjM2ZjktNTI1ZC00NjE2LWFlNGEtM2E0NGU0MmFiYjdk</a></strong></p>]]></content:encoded> <category>Blog</category> <enclosure url="https://www.die-freien-baecker.de/fileadmin/_processed_/a/c/csm_Juergen_in_Action_0cb723a647.jpg" length="1658046" type="image/jpeg"/> </item> <item> <guid isPermaLink="false">news-179</guid> <pubDate>Mon, 31 Jul 2023 16:38:00 +0200</pubDate> <title>Stellungnahme Die Freien Bäcker e.V. zum Vorschlag der EU zur Deregulierung von mit neuen Verfahren erzeugten Gentechnik-Pflanzen</title> <link>https://www.die-freien-baecker.de/blog/detail/stellungnahme-die-freien-baecker-e-v-zum-vorschlag-der-eu-zur-deregulierung-von-mit-neuen-verfahren/</link> <description>Bei uns Freien Bäckern und Bäckerinnen ist der Einsatz von Gentechnik verboten, auch weil unsere Kund:innen das verlangen und weil wir aus Überzeugung Brote und Backwaren gentechnikfrei herstellen wollen.</description> <enclosure url="https://www.die-freien-baecker.de/fileadmin/_processed_/0/d/csm_KeinGMOKaefer_eb65d9a78a.png" length="4036625" type="image/jpeg" /> <content:encoded><![CDATA[<p>Der von der EU-Kommission Anfang Juli vorgelegte Verordnungsentwurf zum Umgang mit neuen Gentechnik-Pflanzen ist klar abzulehnen. Denn kommt der Vorschlag so durch, werden voraussichtlich eine Vielzahl von neuen Gentechnik-Pflanzen auf unsere Äcker und auch in unsere Brote gelangen. Dann können wir die Gentechnikfreiheit nicht mehr sicherstellen. Wir würden das Vertrauen unserer Kund:innen verlieren und damit unsere Märkte. Die gentechnikfreie Erzeugung und Herstellung von Lebensmitteln ist jedoch ein wichtiger Markt. Ein Großteil der Bevölkerung in Deutschland und der EU will sich auch weiterhin gentechnikfrei ernähren. Diese Nachfrage müssen und wollen wir auch in Zukunft bedienen können.</p> <p>Deshalb fordern wir hier die verantwortlichen Ministerien und das das Europaparlament auf, klare Kante zu zeigen und den Entwurf zurückzuweisen.</p> <p>Unsere Gründe im Einzelnen:</p> <p>Auch neue Gentechnik-Verfahren (NGT) sind Gentechnik-Verfahren, die spezifische Risiken bergen. Die Technik ist neu, es gibt keinerlei Erfahrungen und keine systematischen Risikoprüfungen. Zu behaupten, neue Gentechnik-Pflanzen sind per se sicher, ist wissenschaftlich nicht tragbar. Ein großer Teil der zu erwartenden neuen Gentechnik-Pflanzen soll in die sogenannte Kategorie 1 eingeordnet werden. Diese NGT-1-Pflanzen wären völlig dereguliert. Das bedeutet: für sie gäbe es keine verpflichtende Risikoprüfung mehr, kein Zulassungsverfahren, keine Verpflichtung Nachweisverfahren zu liefern, keine Rückverfolgbarkeit, keine Transparenz bis zum Endprodukt und auch keine Haftungsregelungen mehr. Das wäre ein völliger Freibrief für die Gentechnik-Konzerne. Wenn doch Schäden auftreten, wären sie raus aus der Verantwortung. Am Ende müssen wir Bäcker:innen und unsere Kund*innen&nbsp;die Folgen tragen.</p> <p>Zudem wird die Deregulierung von NGT die Patentproblematik massiv verschärfen. Das bedeutet, der Zugang zu genetischen Ressourcen, dem Ausgangsmaterial für weitere Züchtungen, wird eingeschränkt oder kann verboten werden. Patente hemmen die Entwicklung von Innovationen und die Möglichkeit, resiliente und anpassungsfähige Pflanzen zu züchten und entsprechende Anbausysteme zu entwickeln. Sie engen die Biodiversität und die Vielfalt auf dem Acker weiter ein – auch deshalb ist die Patentierung von Pflanzen und Tieren unbedingt zu stoppen.</p> <p>Die Versprechen der Gentechnik-Konzerne sind erneut groß – doch nachhaltige oder gar klimaanpassungsfähige Pflanzen durch NGT sind in weiter Ferne. Stattdessen gibt es bereits jetzt echte Lösungen. Etwa von den Züchter:innen, die auf Populationssorten, auf Vielfalt in den Sorten und auf Anpassungsfähigkeit durch Diversität setzen. Von Bäuer:innen, die mit entsprechenden Anbausystemen, dazu gehören Mischkulturen, breite Fruchtfolge, bodenschonende Bearbeitung und Agroforstsysteme, arbeiten. An der Entwicklung solcher Lösungen sind wir Freien Bäcker:innen, gemeinsam mit unseren Partner:innen in regionalen Wertschöpfungsketten, aktiv beteiligt. Diese Systemänderungen sind von der Politik zu unterstützen und auszubauen – hier liegt die Zukunft resilienter, nachhaltiger Vorsorgungssysteme.&nbsp;</p>]]></content:encoded> <category>Blog</category> <enclosure url="https://www.die-freien-baecker.de/fileadmin/_processed_/0/d/csm_KeinGMOKaefer_00a36767be.png" length="4036625" type="image/jpeg"/> </item> <item> <guid isPermaLink="false">news-178</guid> <pubDate>Wed, 28 Jun 2023 17:16:00 +0200</pubDate> <title>Brotbacken aus Leidenschaft und Berufung - Neugründungen von Bäckereien wandeln das Backhandwerk </title> <link>https://www.die-freien-baecker.de/blog/detail/brotbackenausleidenschaftundberufung/</link> <description>Leidenschaft und Fürsorge treibt immer mehr junge Berufseinsteiger*innen und Menschen als Quereinsteiger*innen aus anderen Lebensläufen an, sich der handwerklichen Herstellung von Brot und Backwaren zu verschreiben. Sie tragen in großen Teilen dazu bei, dass das Backhandwerk Schritt für Schritt die Wege verlässt, die viele Betriebe und Bäcker*innen über Jahre hinweg in die Irre geführt haben. </description> <enclosure url="https://www.die-freien-baecker.de/fileadmin/_processed_/2/b/csm_NickHeinkeNeueroeffnungKlein_b14b168583.png" length="834875" type="image/png" /> <content:encoded><![CDATA[<p><strong>Wohin führte der Wandlungsprozess bisher?&nbsp;</strong></p> <p>Dass Krisen und veränderte Rahmenbedingungen zu Wandlungsprozessen führen, gilt auch das Lebensmittelhandwerk. Seit Jahrzehnten hat sich vieles, oft zum Negativen, geändert:&nbsp;&nbsp;</p><div class="list"><ul> <li>die Struktur des Backwarenmarktes&nbsp;– zugunsten der Industrie, der Backshops in der steigenden Anzahl an LEH-Filialen oder&nbsp;großer Filialbetriebe;&nbsp;</li> <li>die Herstellungsweise – bei der es lange darum ging, Prozesse zeitlich zu verkürzen sowie einfacher und vermeintlich „billiger“ zu produzieren;&nbsp;</li> <li>die Produktpalette – die immer größer werden sollte, oft zu Lasten der Qualität der einzelnen Produkte;&nbsp;</li> <li>die Kompetenz der Fachkräfte in den Backstuben – die mit dem Einsatz von Convenience Produkten und zahllosen Zusatz- und Verarbeitungshilfsstoffe&nbsp; im negativen Zusammenhang steht;&nbsp;</li> <li>der Beginn der Arbeitszeiten – um bereits morgens in der Früh ein breites Sortiment frisch gebackener Brote, Kleingebäcke und Feiner Backwaren verfügbar zu machen;&nbsp;</li> <li>der Bürokratismus – d.h. die Herrschaft der Verwaltung mit zahllosen Regulierungen, welche Vorschriften und Kontrolle über die Verantwortlichkeit von Menschen stellt und so das Handwerk, nicht risikoangepasst, überproportional belastet;&nbsp;&nbsp;</li> <li>die Anzahl der Betriebe – die&nbsp;inzwischen bundesweit auf unter 10.000 Betriebe gesunken ist.&nbsp;</li> </ul></div><p>Darüber hinaus hat sich Grundlegendes geändert. Das bestehende Ernährungssystem hat zum Herauslösen von Lebensmitteln aus „kulturellen, sozialen, regionalen und ökologischen Bindungen und Kontexten“ <sup>1&nbsp;</sup>geführt. Nicht zuletzt begründet diese Entwicklung auch die weiterwachsende Produktion und den Konsum hochverarbeiteter Lebensmittel, sogenannter UPS (Ultra-Processed Foods). Sie werden als ungesund eingestuft und führen zu hohen gesellschaftlichen Kosten, sind aber durch billige Zutaten hoch profitabel - für wenige.<sup>2</sup></p> <p><strong>Dass es anderes geht, wird immer öfter bewiesen!</strong>&nbsp;<strong>Aktuell durch die Eröffnung einer neuen Bäckerei durch Nick Heinke.&nbsp;</strong></p> <p>Ganz anders ist die authentisch handwerkliche Herstellung von Brot und Gebäck verfasst. Sie basiert auf langfristigen Beziehungen in zumeist regionalen Wertschöpfungsketten. Rohstoffe wie Getreide, Saaten und mehr werden von Bäuerinnen und Bauern&nbsp;aus der Region und/oder von Erzeuger*innen geliefert, mit denen soziale Kontakte bestehen. Ganz entscheidend ist die Qualität handwerklich hergestellter Brote. Sie ist – entgegen der industriellen Produktion – nicht das Resultat von Standardisierung, sondern das Resultat der Fähigkeit, der Diversität regional und nachhaltig erzeugter Rohstoffe mit handwerklichem Know-how zu begegnen.&nbsp;&nbsp;</p> <p><strong>Die Qualität handwerklich hergestellter Brote ist das Ergebnis vielgestaltiger Fürsorge und Leidenschaft beteiligter Individuen&nbsp;</strong></p> <p>Leidenschaft und Fürsorge treibt immer mehr junge Berufseinsteiger*innen und Menschen als Quereinsteiger*innen aus anderen Lebensläufen an, sich der handwerklichen Herstellung von Brot und Backwaren zu verschreiben. Sie tragen in großen Teilen dazu bei, dass das Backhandwerk Schritt für Schritt die Wege verlässt, die viele Betriebe und Bäcker*innen über Jahre hinweg in die Irre geführt haben.&nbsp;&nbsp;</p> <p>Einer von ihnen ist Nick Heinke. Nach dem Studium hat er sein Hobby zum Beruf gemacht und ist heute, wie er selbst sagt, stolzer Bäckermeister. Was ihn antreibt beschreibt Nick so: „Die faszinierende Komplexität des Backens, das Zusammenspiel von Zutaten und mikrobiellen Prozessen und die Kunst, aus einfachen Rohstoffen etwas Außergewöhnliches zu schaffen, sind für mich von besonderer Bedeutung.“&nbsp;</p> <p>Nick Heinke gehört seit Gründung des <strong><em>Jungen Netzwerks</em></strong> des <strong>Die Freien Bäcker e.V.</strong> zum informellen Verbund der Freien Bäcker*innen. Mit der Eröffnung seiner Bäckerei <strong>Die Brotbackstube&nbsp;</strong><a href="http://www.die-brotbackstube.de/" target="_blank" rel="noreferrer noopener">www.die-brotbackstube.de</a> bereichert er nun als aktives Mitglied die&nbsp;Gemeinschaft des Berufsverbandes.&nbsp;&nbsp;</p> <p>Mit der Gründung seiner Bäckerei erfüllt sich Nick einen Lebenstraum. Die Backstube befindet sich im Ortskern von Schröck, einem Ortsteil der Stadt Marburg. Über Generationen hinweg wurde in der Backstube, die Nick Heinke neu eingerichtet hat, gebacken. Nun backt er mit individuellen Rezepturen dort einzigartige Brote für die Menschen vor Ort und in Marburg.&nbsp;</p> <p>Wir, die Mitglieder des <strong>Die Freien Bäcker e.V.</strong> , gratulieren Nick ganz herzlich zu Eröffnung seiner Bäckerei! Wir wünschen ihm alles Gute und hoffen, dass seine Leidenschaft für Handwerkskunst und Nachhaltigkeit, weitere Menschen motiviert, ihren Weg ins Lebensmittelhandwerk zu finden.&nbsp;</p> <p>__________________________________________________________________________________</p> <p><sup>1&nbsp;</sup>Barlösius, E. (2016). Soziologie des Essens: eine sozial- und kulturwissenschaftliche Einführung in die Ernährungsforschung (3., durchgesehene Auflage). Juventa.</p> <p><sup>2</sup><a href="https://www.dge.de/blog/2022/hochverarbeitete-lebensmittel/" title="https://www.dge.de/blog/2022/hochverarbeitete-lebensmittel/" target="_blank" rel="noreferrer noopener">https://www.dge.de/blog/2022/hochverarbeitete-lebensmittel/</a>&nbsp;- Juni 2023</p> <p>&nbsp;</p> <p>&nbsp;</p>]]></content:encoded> <category>Blog</category> <enclosure url="https://www.die-freien-baecker.de/fileadmin/user_upload/bilder/content/NickHeinkeNeueroeffnungKlein.png" length="834875" type="image/png"/> </item> <item> <guid isPermaLink="false">news-177</guid> <pubDate>Tue, 23 May 2023 10:34:00 +0200</pubDate> <title>Nachhaltig Rechnen statt Greenwashing - Die Zukunft der ökologisch-ökonomischen Betriebsführung </title> <link>https://www.die-freien-baecker.de/blog/detail/nachhaltig-rechnen-statt-greenwashing-die-zukunft-der-oekologischoekonomischen-betriebsfuehrung/</link> <description>„Über Ökosystemleistungen wie Bestäubung, Klimaregulierung oder die Bereitstellung fruchtbarer Böden erbringt die Biodiversität weltweit einen jährlichen Wert in Höhe von 170 bis 190 Billionen US-Dollar. Doch durch den immer schneller fortschreitenden Rückgang der Biodiversität geht dieser Wert jedes Jahr um 6 bis 30 Billionen US-Dollar zurück.&quot;</description> <enclosure url="https://www.die-freien-baecker.de/fileadmin/_processed_/c/e/csm_Bild3_6adf7ae5b5.png" length="69834" type="image/png" /> <content:encoded><![CDATA[]]></content:encoded> <category>Blog</category> <enclosure url="https://www.die-freien-baecker.de/fileadmin/user_upload/bilder/Bild3.png" length="69834" type="image/png"/> </item> </channel> </rss> 